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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 5, 2. Abtheilung

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Im Jahre 1412 verpfändete Sigismund 13 von den 24 Zipfer Städten, und zwar 
Iglo, Leibitz,Durelsdorf, Rießdorf, Bela, Meuhart, Gsorgeuberg, Michelsdorf, Matheöcz, 
Felka, Deutschendorf, Wallendorf und Kirchdrauf, nebst den Regalstüdten Lublau, Kniesen 
und Pudlein, dem König Wladislaus von Polen für 37.000 böhmische breite Groschen, 
das heißt ungefähr 100.000 Gulden Münze. 
Die polnische Herrschaft dauerte 362 Jahre; während dieser Zeit wurde die militä 
rische, politische und legislative Macht durch den auf Burg Lublau residirenden königlich 
Göllnitz. 
polnischen Statthalter (Starosten), einen Capitän, einen Vicecapitän und die Besatzung der 
Burg ausgeübt. Die übrigen, dem Statthalter Persönlich unterstehenden Obrigkeiten waren: 
der jährlich neugewählte Graf der 13 Städte, dann der aus den städtischen Richtern und 
den Deputaten der Städte gebildete Rath der „Hundert Leut", der unter des Grafen 
Vorsitz regelmäßig dreimal im Jahre über die Angelegenheiten der Städte berieth. Die 
„Hundert Leut", als das „Unterhaus" der „Provinz", wählten den Grafen, der das als 
Würde geltende Amt erst dann ablehnen konnte, wenn er es zwei Jahre lang bekleidet 
hatte. Das „Oberhaus", als Appellationskörper, bildete der aus 13 Richtern bestehende 
„Grafeustuhl", unter Vorsitz des Grafen. Der Graf war der erste administrative und
	        
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