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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 5, 2. Abtheilung

Sitzungen" des Comitats in Bad Bartfeld statt. In den ersten Jahren des XIX. Jahr 
hunderts, als die deutschen Bäder wegen der französischen Kriege verlassen standen, 
strömten die Freunde des Spieles auch aus fernen Landen nach Bartfeld, und von da an 
bauten die Grundbesitzer des Comitats gerne Landhäuser im Gebiet des Bades. Im Jahre 
1817 wurde Bad Bartfeld und seine Umgebung durch die „Bartfelder Briefe" des Grafen 
Josef Dessewffy an Gabriel Döbrentey berühmt, in denen der feingebildete und Poetisch 
empfindende Magnat mit förmlichem Entzücken von den natürlichen Reizen Bartfelds 
sprach und auch die damaligen Lebensverhältnisse schilderte. Etwas später erhielt Bartfeld 
den Besuch Czar Alexander I., auf dessen Heimwege nach Rußland. Um die Mitte dieses 
Jahrhunderts trat ein Niedergang ein, dem aber in den Sechziger-Jahren neuer 
Aufschwung folgte, da einige Grundbesitzer des Comitats, die Herren Banö, Dessewffy 
und Baron Kloch, das Bad in Pacht nahmen. Jndeß kamen die Pachtnnternehmungen auf 
keinen grünen Zweig, da an der galizischen Grenze großartige neue Badeorte entstanden, 
die alle polnischen Curgäste Bartfelds an sich zogen, während anderseits auch die 
mangelnde Eisenbahnverbindung dem Bade Eintrag that. Erst vor Kurzem, durch die 
Eröffnung der Eisenbahnlinie Eperjes —Bartfeld, gelang es, den Badeort zu neuem 
Gedeihen zu bringen, das sich nun auch durch grvße bauliche Anlagen im modernsten
	        
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