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echten Slovaken beginnen bekanntlich mit den Liptauer und Gömörer Trpäken und den
Nögräder und Honter Krekäcsen. Ter Csopak im Zipser nnd Saroser Comitat, der Szotak
im Zempliner Comitat und der Czotak im Comitat Ung sind keine reinen Slovaken,
sondern eine ganz eigenthümliche Mischung des Slovaken nnd Ruthenen. Ihr Einfluß
zeigt sich an dem Lemaken, der immer mehr in ihr aufgeht. Der Slovake trügt eine in die
faltigen Stiefel gesteckte weiße Leinenhose von ungarischem Schnitt, einen ebensolchen,
kurzen, mit Ftachknöpfen besetzten Dolmänh und eine schwarze befranste Halsbinde
(llnMnü). Auch der Lemak hat die Halsbinde angenommen und ist der einzige Ruthene,
der sie trägt. Auch der gefältelte Stiefel beginnt den altererbten Bocskor (Bundschuh) zu
verdrängen. Das weißleinene Oberkleid hat er auch übernommen, aber nicht ganz nach
slovakischem Schnitt. Der polnische Einfluß zeigt sich darin, daß der Lemak statt der Guba
den langen braunen Überzieher (siränü) des Polen trägt. In Zemplin hat dieser Über
zieher hinten eine bis an die Taille herabhängende, die ganzen Schultern bedeckende
Bammel, die mit einer Reihe dicker Fransen (bvieüach benäht ist. Die Frauen tragen
ein langes Hemd aus Hausleinwand, mit kurzen, gepufften und gefältelten Ärmeln aus
Baumwollzeug. Über dem Hemd haben sie ein farbiges Jäckchen, darüber ein „Visitel"
und im Winter eine kleine pelzverbrämte Bunda (roüliü). Über die Brust binden sie kreuz
weise ein schwarzes Tuch (liusksa). Auch tragen sie eine schwarze oder blaue Schürze
(lmstu). Die verheirateten Frauen tragen überall die Haube (espee), aber nur Sonntags,
und darunter (in Ung) einen Kamm oder (in Märamaros) einen Reifen. Die Haube binden
sie mit einem weißen Tuch nieder.
So einfach und ärmlich die Kleidung der Ruthenen, so primitiv ist ihr Wohnh au s
nnd dessen Einrichtung. Ans der Verchovina zapfen sie abgeschälte, aber unbehauene
Fichtenhölzer (pleniesa) in einander (uilloin oder kunsuüoin), die Fugen werden außen
mit Moos verstopft, innen mit Schlamm verschmiert und mit weißer Thonerde getüncht.
Bei den Bojken ist das Dach sehr hoch und von Stroh, bei den Huzulen ist es sehr
niedrig und mit fleinbeschwerten Brettern (elmluxm) gedeckt. Am Vorderhause ragt das
Vordach, auf dicken Balken (brus, Mto) ruhend, weit über den Hausgang (primnoü)
vor, der der ganzen Langseite des Hauses folgt und entweder auf Säulen (Invüu) ruht,
oder auch nicht. Der Bau selbst ruht bis etliche Fuß vom Boden auf großen Steinen,
deren Zwischenräume mit Schlamm ausgefüllt sind. In der Regel besteht das Haus aus
Flur, Kammer und einer Stube dazwischen. Der Eingang ist immer vom Flur aus und
ihm gegenüber ist ein Ausgang nach der Rückseite des Hauses. Der Flur hat selten eine»
Dachboden. Vom Flur führt eine Thür in die Stube, deren Einrichtung so einfach als
möglich ist. Links vom Eingänge steht der große, mit einer Bank (prlpieoü) versehene
Ofen. Dieser hat einen aus Ruthen geflochtenen, mit Schlamm verschmierten Schlot