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Längs der Theiß, des Batär und Tür liegen sehr gute Felder von reinem oder
mit Sand gemischtem Lehmboden, und auch die zum großen Theil magyarische Bevölkerung
ist hier schon wohlhabender.
Unfern von Kirälyhäza liegt Tekehäza. Es lag einst am User der Theiß, wo noch
L>Pmen der Obstgärten zu sehen sind; allein es wurde durch die Theißüberschwemmung
von 1840 verwüstet und dann ein Paar Kilometer weiter vom Flusse aufgebaut. Es
besteht aus einer langen geraden Straße mit hübschen, sauberen Häusern; in der Mitte derselben
stehen die griechisch-katholische und die reformirte Kirche einander gegenüber. Dann
folgen an der Landstraße nach einander Szaßfalu und Fekete-Ardö. In Szaßfalu soll
einst die Burg Ugocsa gestanden haben; sicher ist aber nur, daß Andreas IU. hier
Sachsen angesiedelt hat, von denen auch der Name des Ortes (Sachsendorf) stammt. Jetzt
ist er von Magyaren und Ruthenen bewohnt.
Fekete-Ardö, mit 1500 Einwohnern, war einst königlicher Besitz. Die alte
römisch-katholische Kirche mit dem stumpfen Thurm ist aus der Ärpadenzeit und enthält
Wandmalereien vom Ende des XIV. Jahrhunderts. In der Nachbarschaft liegt Csepe,
mit mehreren schönen Herrensitzen; westlich davon, in fast rein magyarischer Gegend, sind
Tivadar und Peterfalva die hübschesten Ortschaften. In der südwestlichen Ecke des
Comitats liegen einander gegenüber zu beiden Seiten der Eisenbahn die Orte
Kökenyesd und Halmi. Letzteres ist Sitz des Stnhlrichteramtes für den Bezirk
jenseits der Theiß. In seiner Hauptstraße finden sich städtisch gebaute Häuser.
Südlich der Theiß zieht sich, der Westgrenze des Comitats entlang, das sehr
malerische Avas-Gebirge, theils in gerader Linie, theils in regellosen Berggruppen. Es ist
mit dichten Eichen- und Rothbuchen-, stellenweise auch Weißbuchenwäldern bedeckt. An
einem Fuße liegen ärmliche ruthenische und walachische Dörfer.
Unter den Ortschaften der Avas-Gegend ist Nagy-Tarna zu erwähnen, das
südöstlich von Kirälyhäza, im schönen Thale der Nyaläber Berge liegt und vom Tarnabach
durchströmt ist. Längs des Baches gelangt man durch schattige Wälder in ein
reizendes Thälchen und darin zu dem Tarnaer Bad, mit kohtensäurehältigem Wasser,
dem einzigen Heilbad des Comitats. Es ist von Bergen umschlossen, deren Höhen eine
herrliche Aussicht bieten, einerseits auf die mächtigen Alpen von Märamaros, andererseits
ans das Theißthal.
Südlich von Nagy-Tarna liegt die walachische Gemeinde Turcz, mit 3000 Einwohnern.
Sie treibt starke Pflanmenzncht, die ihr in günstigen Jahren schon
80.000 Gulden getragen hat. In der Nachbarschaft liegen die beiden Gercze (Nagyund
Kis-), gleichfalls mit walachischer Bevölkerung. In den Bergen von Gercze
entspringt der Türbach. An diesem liegt Tür-Terebes, südöstlich von Halmi, mit