-7-' 'N
482
breiten Thale des Szamos, der, aus der Cziköer Enge tretend, gegen Norden fließt. Die
Überfluthungen der beiden Gewässer befruchten das Gelände, in dem sich blühende
Dörfer aneinander reihen. Mit noch einigen magyarischen und rumänischen Grundbesitzern
sind hier größtenteils die Grafen Teleki Herren des Bodens; ihre Schlösser in Nagy-
Somkut, Hosßufalu, Pribekfalva und Koltö sind ebensoviele gesellschaftliche
Brennpunkte der Gegend. Koltö, der Wohnsitz des begabten Schriftstellers Grafen
Alexander Teleki, ist durch 28 Gedichte, welche Petöfi in der glücklichsten Zeit seines
Lebens in diesem lieblichen Winkel schrieb, für immer denkwürdig geworden. Der hoch
gesinnte Magnat, der den ihm befreundeten Dichterbei sich bewirtete, ist im Schloßgarten
bestattet.
Am linken Ufer des Szamos ziehen sich schon die östlichen Ausläufer des Bükk-
gebirges aus dem Szilägysäg (Szilägyer Land in Siebenbürgen) in diese Gegend
herüber, doch zählen sich das auf ihrem äußersten Hügel gelegene Erdößada, mit
Schloß der Grafen Degenfeld, Farkasaßö und die in der Ebene hingereihten magya
rischen und rumänischen Dörfer Remetemezö, Veresmart, Borjid u. s. w., da sie
dem Nagybänyaer und Szinyervaraljaer Bezirk des Szatmärer Comitates angehören,
auch in administrativer Hinsicht noch zur Nagybänyaer Gegend. Hingegen wurden das
Thal des Kapnikbaches, dessen Hauptort Käpolnok-Monostor ist, und der innerste
Theil desLaPosthales, mit den Ortschaften Magyar-Läpos und Oläh-Laposbänya
nach der Auflösung des Kövarvidök im Jahre 1876 zu dem siebenbürgischen Comitate
Szolnok-Doboka geschlagen.
Grubeneingang in Nagybanya im Vörösviz-Thale.