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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 5, 2. Abtheilung

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breiten Thale des Szamos, der, aus der Cziköer Enge tretend, gegen Norden fließt. Die 
Überfluthungen der beiden Gewässer befruchten das Gelände, in dem sich blühende 
Dörfer aneinander reihen. Mit noch einigen magyarischen und rumänischen Grundbesitzern 
sind hier größtenteils die Grafen Teleki Herren des Bodens; ihre Schlösser in Nagy- 
Somkut, Hosßufalu, Pribekfalva und Koltö sind ebensoviele gesellschaftliche 
Brennpunkte der Gegend. Koltö, der Wohnsitz des begabten Schriftstellers Grafen 
Alexander Teleki, ist durch 28 Gedichte, welche Petöfi in der glücklichsten Zeit seines 
Lebens in diesem lieblichen Winkel schrieb, für immer denkwürdig geworden. Der hoch 
gesinnte Magnat, der den ihm befreundeten Dichterbei sich bewirtete, ist im Schloßgarten 
bestattet. 
Am linken Ufer des Szamos ziehen sich schon die östlichen Ausläufer des Bükk- 
gebirges aus dem Szilägysäg (Szilägyer Land in Siebenbürgen) in diese Gegend 
herüber, doch zählen sich das auf ihrem äußersten Hügel gelegene Erdößada, mit 
Schloß der Grafen Degenfeld, Farkasaßö und die in der Ebene hingereihten magya 
rischen und rumänischen Dörfer Remetemezö, Veresmart, Borjid u. s. w., da sie 
dem Nagybänyaer und Szinyervaraljaer Bezirk des Szatmärer Comitates angehören, 
auch in administrativer Hinsicht noch zur Nagybänyaer Gegend. Hingegen wurden das 
Thal des Kapnikbaches, dessen Hauptort Käpolnok-Monostor ist, und der innerste 
Theil desLaPosthales, mit den Ortschaften Magyar-Läpos und Oläh-Laposbänya 
nach der Auflösung des Kövarvidök im Jahre 1876 zu dem siebenbürgischen Comitate 
Szolnok-Doboka geschlagen. 
Grubeneingang in Nagybanya im Vörösviz-Thale.
	        
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