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MAK

Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Croatien und Slavonien

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81uvc»rurn  inariäionaliuin"  und  32  besondere  Werke,  darunter  die  Jahrbücher  der
Akademie  und  das  große  akademische  Wörterbuch.
Gegenwärtig  zählt  die  Akademie  24  wirkliche,  51  correspondirende  und  5  Ehrenmitglieder. ­
  Das  Vermögen  der  Akademie  betrügt  sammt  den  Immobilien  bei  470.000
Gulden.
Das  Palais  der  Akademie  auf  dem  Zrinskiplatz  ist  nach  den  Plänen  des  Dombaumeisters ­
  Friedrich  Schmidt  erbaut.  Einen  Theil  der  Baukosten  bestritt  der  Protector  der
Akademie,  Stroßmayer,  der  größere  Theil  wurde  aus  Landesmitteln  gedeckt,  wofür  die
Akademie  bis  auf  weiteres  die  Verpflichtung  übernehmen  mußte,  das  archäologische  Museum
in  seinen  Parterreräumen  zu  beherbergen.  Die  Baukosten  beliefen  sich  auf  250.000  Gulden.
Das  Gebäude  ist  in  italienischer  Renaissance  als  Stein-  und  Ziegelrohbau  errichtet.  Der
Arkadenhof  ist  schön,  das  Vestibül  und  die  Treppenanlage  dagegen  ungünstig.  Da  im
Hauptgeschoß  die  Bildergallerie  aufgestellt  ist,  so  hat  die  Akademie  für  Kanzleien,  Sitzungszimmer, ­
  Bibliothek  und  Archiv  eigentlich  nur  das  Mezzanin  zurVersügung.  Überdies  mehren
sich  die  Sammlungen  stetig,  der  Raum  ist  also  schon  jetzt  sehr  beengt.
Das  Archiv  der  Akademie  enthält  über  1800  Handschriften,  die  bis  ins  XIl.  Jahrhundert ­
  zurückreichen.  Die  meisten  sind  für  die  slavische  Literaturgeschichte  wichtig,  sie  sind
theils  lateinisch,  theils  slavisch  geschrieben,letztere  in  lateinischer,  glagolitischer  und  cyrillischer
Schrift.  An  Urkunden  besitzt  das  Archiv  bei  25.000  Stück.
Die  Bildergallerie  der  Akademie  wurde  von  Bischof  Stroßmayer  angelegt,  1868
der  Akademie  geschenkt  und  1884  durch  ihn  feierlich  eröffnet.  Der  größte  Theil  der  Bilder
ist  in  Italien  angekauft,  doch  stammen  einige  aus  Deutschland  und  Frankreich.
Die  italienische  Malerei  des  XV.  und  XVI.  Jahrhunderts  ist  durch  gute  Schulbilder ­
  vertreten,  enthält  aber  auch  einzelne  Meisterwerke,  z.  B.  ein  schönes  Bild  von  Fra
Angelico  da  Fiesole  und  prachtvolle  für  das  Haus  Este  gemalte  Miniaturen.  Die  Bilder
der  venetianischen  Schulen  sind  durch  Restaurirung  arg  mitgenommen,  zwei  schöne  Bilder
von  Tizian  jedoch  gut  erhalten.  Eine  kleine  Sammlung  von  Bildern  des  XIX.  Jahrhunderts ­
  enthält  sehr  schöne  Bilder  von  Consoni,  dem  älteren  und  jüngeren  Seitz,  Steinle,
Cermak,  Matejko,  Siemiradzky,  Cartons  von  Overbeck  und  eine  Reihe  von  guten  Bildern
croatischer  Künstler.  Im  Ganzen  zählt  die  Gallerie  353  Nummern.
Einige  Gobelins  und  alte  Stickereien  auf  Meßgewändern,  Elfenbeindiptychen
u.  s.  w.  bilden  den  Ansatz  zu  einer  kunstgewerblichen  Sammlung,  die  wohl  besser  mit  dem
Kunstgewerbemuseum  zu  vereinigen  wäre.
Die  Universität.  —  Die  erste  Anstalt  für  höhere  Bildung  wurde  im  Jahre  1552
durch  die  Pauliner  in  ihrem  Kloster  zu  Lepoglava  eröffnet.  Im  Jahre  1607  eröffneten
die  Jesuiten  in  Agram  eine  ähnliche  Anstalt,  die  bald  das  Übergewicht  erlangte  und  zu
            
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