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MAK

Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 2

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blaue  Wolkenbcrge  mit  weißen  Gipfeln  am  Gesichtskreise  auf;  sie  werden  größer,  spalten
sich  und  vereinigen  sich  wieder.  Sie  steigen  höher  und  höher  empor,  sie  rücken  näher  und
werden  immer  finsterer,  von  Zeit  zu  Zeit  schießt  ein  greller  Blitz  aus  ihnen  hervor,
fernher  von  dumpfem  Rollen  begleitet.  Die  Wolkenberge  wälzen  sich  näher  heran,  das
Kollern  und  Krachen  wird  deutlicher,  Blitz  und  Donner  folgen  schneller,  jener  entflammt
mit  langem  blendenden  Strahle  den  ganzen  Himmel,  dieser  macht  den  Erdboden  mit
kurzen  klirrenden  Schlägen  erbeben.  Staubwirbel  erheben  sich,  in  wüthendem  Kampfe
tobt  der  Windsturm  dahin,  kein  Hinderniß,  kein  Berg,  kein  Wald  bricht  seine  Kraft,  der

Wirbelwind.
Tag  wird  zur  Nacht.  Die  Wolken  scheinen  ans  die  Erde  gelagert  und  schütten  brausend
ihre  Regenflut  nieder.  In  wenig  Augenblicken  steht  die  ganze  Flüche  unter  Wasser.  Aber
ebenso  plötzlich  wie  es  hereinbrach,  ist  das  Unwetter  wieder  vorüber.
Es  ist  Mittag;  die  Sonne  steht  am  höchsten  und  sendet  ihre  heißesten  Strahlen  auf
die  Ebene  nieder,  die  Luft  ist  glühend  heiß,  in  kleinen  schillernden  Wellen  zittert  sie  über
die  Heide,  so  daß  der  Sand  zu  wogen  scheint.  Alles  Leben  scheint  jetzt  erstorben,  ödes
Schweigen  ruht  auf  der  Fläche,  die  Herden  haben  anfgehört  zu  weiden  und  sich  in  einen
Kreis  zusammengestellt;  die  Köpfe  zur  Erde  gesenkt,  stehen  sie  regungslos,  ein  Thier  sucht
im  Schatten  des  anderen  Schutz  vor  den  glühenden  Strahlen  ....  Endlich  beginnt  die
Sonne  sich  zum  Untergange  zu  neigen;  das  Himmelsgewölbe  bedeckt  sich  mit  einem
verschwimmenden  gasartigen  glänzenden  Schleier;  die  Sonne  glüht  noch  einige  Minuten
            
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