340
angelegt vder erhöht hat. Zu diesen gehören die außerhalb Nyiregyhaza und anderwärts
mehrfach angetroffenen Ör- oder Urhegyek (Wacht- vder Herrenberge), der Leshegy
(Spühberg) bei Besenyöd, der Leshalom (Spähhngel) bei Nyiregyhaza, der Tiizörzöhegy
(Feuerwachtberg) bei Csäd, der Tetemhegy (Körper- oder Leichenberg) bei Tura, die
Akasztö (Galgenberg) genannten Höhen bei Bvgdan, Nyir-Mada, Nyir-Lugvs, Baja,
Märia-Pöcs. Besonders beachtenswerth sind die von Menschenhand aufgeführten Hügel
in den Gemarkungen von Nylr-Bogdäny, Kis-Besenyöd, Nagy-Källö, Oros, Nyir-Bator
und Nyiregyhaza, die man „Korhäny" nennt und die, wie schon ihr eigenthümlicher Name
beweist, den nämlichen Ursprung haben wie die sogenannten „Kurgans" Südrußlands,
diese außerordentlich interessanten urzeitlichen Tumult, die in den dortigen Ebenen zu
Tausenden Vorkommen und als „hunnisch-scythisch" oder „tschudisch" bezeichnet werden.
Zwischen den Sandbänken und Dünen der Nylrgegend haben sich zahllose Thalmulden
gebildet, in denen zerstreut sich Tausende von kleineren und größeren Wasserbetten,
Teichen, Tümpeln und Pfützen finden. Diese Gewässer haben hier und da reine Spiegel,
nur fleckweise von Binsen- und Rohrdickichten unterbrochen, während sie anderwärts dicht
mit Rohr- und Binsengestrüpp und Niemengras bedeckt sind. Die Ufersäume der halbtrockenen
Wasserbette bilden meist reiche Wiesen, weiter hinein gegen die Senke ist der
Boden ringsum sumpfig, zu innerst aber nichts als Schlamm, Schwemmzeug und Moorerde.
Stellenweise kommen auch Torflager vor, das bemerkenswertheste zwischen Nyir-Lugos
und Beltek.
Übrigens waren jene größeren und kleineren stehenden Gewässer früher noch
zahlreicher, zum größten Theil aber sind sie schon abgeleitet und ihre Bette der Cultur
unterworfen. Sehr viele unter den Gewässern der „Nyir" sind alkalisch und reich an
Natronsalzen, besonders in den Gemarkungen von Nagy-Källö, Nyiregyhaza, Apagy,
Nyir-Bätor, Bogdäny, Demecser und Kis-Värda. Am bemerkenswerthesten unter ihnen
ist aber der Sös-tö (Salzteich) zu Nyiregyhaza, in neuerer Zeit ein stark besuchtes Heilbad,
das sich stattlich entwickelt.
In den Gebieten der obenerwähnten Städte und Gemeinden dehnen sich bedeutende
salpeterhaltige Strecken aus, wo noch vor kurzem, und besonders bei Nagy-Källö und
Nyiregyhaza, die Salpeterproduction emsig betrieben wurde. Auch Soda kommt in dieser
Gegend vor, doch hat man in neuerer Zeit ganz aufgehört, sie durch Zusammenfegen zu
sammeln, wie auch Salpeter zu gewinnen.
Die Nylrgegend gehört zu den gesundesten Landstrichen im Alföld und kommen
dort besonders Lnngeuübel nur verhältnißmäßig selten vor.
Die Birkenforste von einst würde man freilich jetzt vergebens suchen. Die Wälder, die
der Gegend ihren Namen gegeben, sind verschwunden, zumeist dem Pflug und der Sense