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Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 2

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angelegt  vder  erhöht  hat.  Zu  diesen  gehören  die  außerhalb  Nyiregyhaza  und  anderwärts
mehrfach  angetroffenen  Ör-  oder  Urhegyek  (Wacht-  vder  Herrenberge),  der  Leshegy
(Spühberg)  bei  Besenyöd,  der  Leshalom  (Spähhngel)  bei  Nyiregyhaza,  der  Tiizörzöhegy
(Feuerwachtberg)  bei  Csäd,  der  Tetemhegy  (Körper-  oder  Leichenberg)  bei  Tura,  die
Akasztö  (Galgenberg)  genannten  Höhen  bei  Bvgdan,  Nyir-Mada,  Nyir-Lugvs,  Baja,
Märia-Pöcs.  Besonders  beachtenswerth  sind  die  von  Menschenhand  aufgeführten  Hügel
in  den  Gemarkungen  von  Nylr-Bogdäny,  Kis-Besenyöd,  Nagy-Källö,  Oros,  Nyir-Bator
und  Nyiregyhaza,  die  man  „Korhäny"  nennt  und  die,  wie  schon  ihr  eigenthümlicher  Name
beweist,  den  nämlichen  Ursprung  haben  wie  die  sogenannten  „Kurgans"  Südrußlands,
diese  außerordentlich  interessanten  urzeitlichen  Tumult,  die  in  den  dortigen  Ebenen  zu
Tausenden  Vorkommen  und  als  „hunnisch-scythisch"  oder  „tschudisch"  bezeichnet  werden.
Zwischen  den  Sandbänken  und  Dünen  der  Nylrgegend  haben  sich  zahllose  Thalmulden
  gebildet,  in  denen  zerstreut  sich  Tausende  von  kleineren  und  größeren  Wasserbetten,
Teichen,  Tümpeln  und  Pfützen  finden.  Diese  Gewässer  haben  hier  und  da  reine  Spiegel,
nur  fleckweise  von  Binsen-  und  Rohrdickichten  unterbrochen,  während  sie  anderwärts  dicht
mit  Rohr-  und  Binsengestrüpp  und  Niemengras  bedeckt  sind.  Die  Ufersäume  der  halbtrockenen ­
  Wasserbette  bilden  meist  reiche  Wiesen,  weiter  hinein  gegen  die  Senke  ist  der
Boden  ringsum  sumpfig,  zu  innerst  aber  nichts  als  Schlamm,  Schwemmzeug  und  Moorerde. ­
  Stellenweise  kommen  auch  Torflager  vor,  das  bemerkenswertheste  zwischen  Nyir-Lugos
  und  Beltek.
Übrigens  waren  jene  größeren  und  kleineren  stehenden  Gewässer  früher  noch
zahlreicher,  zum  größten  Theil  aber  sind  sie  schon  abgeleitet  und  ihre  Bette  der  Cultur
unterworfen.  Sehr  viele  unter  den  Gewässern  der  „Nyir"  sind  alkalisch  und  reich  an
Natronsalzen,  besonders  in  den  Gemarkungen  von  Nagy-Källö,  Nyiregyhaza,  Apagy,
Nyir-Bätor,  Bogdäny,  Demecser  und  Kis-Värda.  Am  bemerkenswerthesten  unter  ihnen
ist  aber  der  Sös-tö  (Salzteich)  zu  Nyiregyhaza,  in  neuerer  Zeit  ein  stark  besuchtes  Heilbad,
das  sich  stattlich  entwickelt.
In  den  Gebieten  der  obenerwähnten  Städte  und  Gemeinden  dehnen  sich  bedeutende
salpeterhaltige  Strecken  aus,  wo  noch  vor  kurzem,  und  besonders  bei  Nagy-Källö  und
Nyiregyhaza,  die  Salpeterproduction  emsig  betrieben  wurde.  Auch  Soda  kommt  in  dieser
Gegend  vor,  doch  hat  man  in  neuerer  Zeit  ganz  aufgehört,  sie  durch  Zusammenfegen  zu
sammeln,  wie  auch  Salpeter  zu  gewinnen.
Die  Nylrgegend  gehört  zu  den  gesundesten  Landstrichen  im  Alföld  und  kommen
dort  besonders  Lnngeuübel  nur  verhältnißmäßig  selten  vor.
Die  Birkenforste  von  einst  würde  man  freilich  jetzt  vergebens  suchen.  Die  Wälder,  die
der  Gegend  ihren  Namen  gegeben,  sind  verschwunden,  zumeist  dem  Pflug  und  der  Sense
            
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