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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 2

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gewichen, an manchen Stellen sind sie auch von Eichen- und namentlich Akazienpflanznngen 
abgelöst. Nur hier und da, an den Abhängen einzelner Hügel und im Saftgrün der Mulden 
erblinkt wohl noch das Weiß einer kleineren Birkengrnppe und im Schooße der gemischten 
Waldung sieht man noch fleckweise ihr loses lichtdurchlässiges Laub auftanchen, in größeren 
zusammenhängenden Bestünden jedoch ist sie nicht mehr verbreitet. 
' Aber nicht nur die einst so gewaltigen Birkenwälder sind dahin, sondern auch die 
Urwälder von gemischtem Banmschlag wurden namentlich in der ersten Hälfte dieses Jahr 
hunderts größtentheils ausgerottet, so daß mit Ausnahme des berühmten großen Waldes 
Landschaft in der Nyirgegend. 
von Nyir-Bator und der Waldungen von Nyiregyhäza, Gyula, L-Fehertö, Bakta, Karasz 
und Mandok die Nyirgegend heute kaum noch einen beachtenswerthen Wald besitzt. 
Infolge der Ausrodung des Urwaldes machten dann die Eigenthümer der nach und 
nach ihres Schutzes beraubten, dem Anprall der Stürme immer mehr ausgesetzten, nur mit 
geringer Humusdecke versehenen Sandfläche plötzlich die Wahrnehmung, daß ihre Saat 
felder zu beweglichem Gut geworden waren und, der Macht des Windhauches weichend, 
zu wandern begannen. Um diesen gefährlichen Zustand nicht einreißen zu lassen, begannen 
sie später zum Schutz gegen den Wind Pflanzungen anzulegen, und gegenwärtig sieht man 
sowohl die Landstraßen und vicinalen Verkehrswege, als auch die Ränder der einzelnen 
Besitzthümer mit dichten und mächtigen Akazienreihen besetzt, welche der Nyirgegend dcw
	        
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