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ungarischen Volksstückliteratur; in einiger Entfernung davon aber steht das Geburtshaus
des Justizministers Desider Szilaghi. In dieser Gegend befindet sich nach das römischkatholische
Knaben-Erziehungsinstitnt, dessen palastartiges Haus durch Bischof F. Szaniszlö
erbaut wurde, und Bischof I.
Nogälls Waisenhaus, ein wahrer
Segen für diesen Stadttheil.
Der St. Ladislaus-Platz
am linken Ufer der Körös befindet
sich schon in einem anderen
Stadttheile, der Neustadt
(Ifi-vüros). Der Platz ist viereckig
und es umstehen ihn der
griechisch-katholische Dom und
der bischöflichePalast, die griechisch-orientalische
Kirche und
Knaben - Erziehungsanstalt,
das Hotel „zum Adler", die
Pfarrkirche zum heiligen Ladislaus,
die Groß-Wardeiner
Sparkasse und das Gebäude
der Oberrealschule, das im
vorigen Jahrhundert römischkatholische
Bischofsresidenz gewesen
ist. Dieser Platz und die
hier mündenden Gassen bilden
den Brennpunkt des Groß-Wardeiner
Handels und Gewerbes.
Die Erdgeschosse und
mitunter auch schon die ersten
Stockwerke sind von Werkstätten,
Kaufladen und glänzenden Schaufenstern eingenommen. Vom st. Ladislaus-Platz
südlich liegt der Rhedey-Park, in dem sein ehemaliger Besitzer Graf Ludwig Rhedey ein
bizarr geformtes Mausoleum errichten ließ; darin wurde seine Gattin (gestorben 1804)
begraben und später (1831) auch er selbst. Bei dem Begräbniß der Gräfin trug hier der
Dichter Csokonai seinen Schwanengesang vor, das berühmte Gedicht: „Die Unsterblichkeit
der Seele". Den innen befindlichen Marmor-Sarkophag fertigte der ungarische Bildhauer
Silberne Büste König Ladislaus des Heiligen als Reliquiar und die Silberkannen
der Kirche zu Groß-Wardein.