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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 2

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Regelung, welche nicht blos ans Schutzdämmen und Durchstichen, auch nicht blos aus dem 
gesicherten Besitz der Immobilien bestehen, sondern, um seinem Zwecke vollständig zu 
entsprechen, gleichsam eine neue Epoche bilden sollte in den Kämpfen der Wiedergeburt 
des Volkes vom Oriente (Uolst iiöpe), mit welchem Namen Szechenyi das magyarische 
Volk bezeichnet, — mußte noch manches Andere geschehen, sowohl in geistiger, wie auch 
in materieller Beziehung. In geistiger Beziehung — inwiefern nämlich gewisse Dinge 
nur ein entwickelter Geist Hervorbringen kann—bezeichnet er folgende Haupterfordernisse: 
die Abänderung der Aviticität; die Bestimmung eines gewissen Minimums in Bezug auf 
den Grundbesitz; die Errichtung von Industrieschulen für alle Volksklassen; Hypothekar- 
Kreditinstitute; zweckmäßige Verkehrsmittel sowohl im Innern des Landes als auch an 
Die Einmündung der dreieinigen Körös in die Theiß. 
den Grenzen; eine vermehrte innere Konsumtion; schließlich Übereinstimmung niit der 
Regierung und die größtmögliche Ausbeutung dieses Verhältnisses. Nach Erörterung der 
materiellen Erfordernisse bezeichnet Szechenyi in Bezug auf die Theißregulirung nebst 
anderen Pflichten folgende Aufgaben für die Regierung: Leitung, Aufsicht und hilf 
reiche Hand. 
Szechenyi faßte in der That die Angelegenheit der Theißregulirung, den Plan der 
Ausführung von einem sehr hohen Standpunkte auf. Welch hohen Flug diese Auffassung 
nahm, das fühlen wir am besten aus seiner eigenen Äußerung heraus, welche er in seiner 
etwas schwerfälligen, aber durch Unmittelbarkeit ergreifenden Schreibweise damals nieder 
legte, als er von der Regierung mit der Leitung der Arbeiten betraut wurde. Diese 
schöne Äußerung lautet wie folgt: „Gerührt stehe ich bei dem Gedanken vor meinem 
Schreibtische und meine Lippen umschwebt ein Lächeln. Du alter Geselle so lalle ich 
zu mir selbst—der du weder genug Kenntnisse, noch auch genug Lebenskraft noch besitzest,
	        
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