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Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 2

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Pfarrhaus,  das  Casino,  der  Gasthof,  die  1766  erbaute  und  jetzt  durchaus  erneuerte
römisch-katholische  Kirche,  alles  dies  verleiht  Zsvmbolha  ein  vornehmes  Äußere.  In  seiner
unmittelbaren  Nähe  finden  sich,  außer  den  raizischen,  walachischen  und  magyarischen
Dörfern  wie  Kis-Oroszi,  Magyar-  und  Szerb-Czernya,  Töba  und  Komlös,
die  schönsten  Gemeinden  der  südungarischen  Deutschen.  Die  bedeutendsten  unter  diesen  sind:
Lovrin,  mit  dem  Schlosse  der  Freiherren  von  Liptay,  Szent-Hubert,  Csatäd,  der
Geburtsort  Lenaus,  Billed,  Nagy-Jecsa  und  Gyertyämos,  letzteres  eine  der  wvhl-Schloß

  CsitS.

habendsten  und  wackersten  deutschen  Gemeinden.  Um  Gyertyämos  her  liegen  die  kroatischen
Gemeinden  Csenej,  Kecsa  und  Kläri.
Ein  hochinteressantes  ethnographisches  Bild  entfaltet  sich  längs  der  Temesvar-Arader
  Eisenbahnlinie.  In  jenem  bunten  Kaleidoskop,  als  welches  das  südungarische
Vvlkergemisch  erscheint,  bilden  die  ungarischen  Bulgaren  ohne  Zweifel  eines  der  hervorragenderen ­
  Elemente.  Sie  sind  ein  begabtes,  verständiges,  praktisches  und  religiöses  Volk.
Die  nähere  Schilderung  ihres  Volkswesens  wird  der  Leser  an  anderer  Stelle  finden;
vorderhand  möchten  wir  nur  Einiges  über  ihr  Stammnest,  die  Stadt  Vinga,  sagen.
Vinga  ist  nach  den  geschichtlichen  Zeugnissen  bereits  ein  alter  Ort.  Laut  einer  Urkunde  aus
dem  XI  ll.  Jahrhundert  war  es  einst  im  Besitze  des  Grafen  Niklas,  Bruders  des  Grauer
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