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erobert und verheert. Aber sie erholte sich rasch, baute ihre Paläste und Kirchen wieder
auf, die Bevölkerung nahm wieder zu an Zahl, Wohlstand und geistiger Bedeutung. Die
Könige von Ungarn, besonders Ladislaus IV., besuchten die erneuerte Stadt auch nach
dem Tatarenzuge mit Vergnügen. Sie behielt bis zur Katastrophe von Mohacs ihre
Wichtigkeit für die ganze Gegend, obgleich in ihrer Nachbarschaft Temesvar rasch emporkam
und sie bereits zu überflügeln begann. Im Jahre 1514 wurde die Burg durch Dözsas
Bauernheer zerstört und in Asche gelegt. Und von da ab rüttelte ein Sturm nach dem
andern an den morschen Wällen Csanads. 1550 belagerten es die serbischen Scharen des
Török-Becse.
Temeser Grafen Petrovics, die jedoch durch das Entsatzheer des Thomas Varkocs
zersprengt wurden. 1551 berannten es die Türken und nahmen es weg. Dann wurde es
wiederholt für kurze Zeit vom Türkenjoch befreit, aber dies waren schon die Todes-
zucküngen der berühmten Festung, die sich im Jahre 1598 endgiltig der Macht des Halb
mondes überlieferte. Während dieser herrschte, war in der Stadt Alles verwüstet. Die
Burg, die laut den Friedenspunkten von Karlowitz außer Vertheidignngszustand gesetzt
wurde, fiel nach und nach der Zeit zum Opfer. Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts
besetzten deutsche Colonisten das verödete Csanäd. 1764 bis 1765 belebte es der Finanz-
eontrolor Lass durch eine größere deutsche Colonie. Die Pfarre wurde im Jahre 1741
wieder hergestellt, das nach Austreibung der Türken hierher zurückversetzte Csanader
Bisthum übersiedelte jedoch nach Temesvar. Der Standort der ehemaligen bischöflichen