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aus dem öffentlichen Bewußtsein geschwunden, daß weder sein Obergespan, noch irgend
wer anders eine Ahnung hatte, wo es eigentlich zu suchen wäre; einige oermutheten es in
der unteren, andere in der oberen Bäcska und noch andere gar jenseits der Theiß. Als
dann im Jahre 1712 der Reichstag unter Anderem die Wiedereinverleibung des Bodroger
Comitats urgirt hatte, hielt der neue Obergespan Gras Paul Nädasdy im Jahre 1715 in
den „Peterwardeiner Schanzen" (dem späteren Neusatz) die erste Comitatsversammlung
ab und ließ die Beamtenwahl vornehmen, das Gebiet des Comitats jedoch wurde erst nach
Jahren aus Grund derBerathnngen von mancherlei Ausschüssen in dcrWcise festgestellt, daß
Der Franzenskanal bei Üj-Verbäß.
der untere Theil des Landes zwischen Donau und Theiß (von Bukin hinauf bis nach Maria-
Theresiopel und an die Theiß) mit etwa 40 kleinen Dörfern als Bodroger Comitat gelten
sollte. Es mußte sich jedoch durch Revers verpflichten, falls irgend ein Ort sich nachträglich
in glaubwürdiger Weise als ehemals dem Bacser Comitate zugehörig erweisen würde,
denselben unverweilt wieder zurückzustellen. Und damit begann denn ein überlanger Proceß,
in dem das Bacser Comitat allezeit der stärkere war. Erst im Jahre 1802 wurde der
hundertjährige Streit dadurch geschlichtet, daß die beiden Comitate auch dem Namen nach
gesetzlich (Gesetzartikel VIII: 1802) vereinigt wurden. Als Wappen legten sie sich das des
alten Bacser Kapitels bei; es zeigt den Apostel Paulus stehend, mit der Rechten auf ein
zweischneidiges Schwert gestützt, in der Linken ein Buch haltend. Zum Comitatssitze
wählten sie Zombor, wo in den folgenden Jahren ein stattliches Comitatshaus erbaut wurde.