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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 2

Schnitt, Näharbeit, Verzierung und Verschnürung der Kleider sind so fein als möglich. 
Die Farben sind schreiend, die Zierrathen aber geschmackvoll. Die einfache und häufigste 
Tracht besteht aus einem weißen, reich mit Gold gestickten Hemde, dem Gürtel und der 
zierlich mit Fransen besetzten Schürze (pro^aen, üeeoisa); dazu gehört ein Kopfputz mit 
Blumen und Perlen. Der Halsschmuck besteht aus lauter Gold (Goldmünzen) und Perlen. 
Das Haar tragen die Mädchen glatt gekämmt und rückwärts in einen Knoten gebunden; 
die jungen Frauen setzen an Festtagen eine Haube (nbrackao) aus Goldspitzen auf und 
binden sich an Wochentagen den Kopf mit einem schwarzen Seidentuch ein. 
Die Einrichtung des Hauses ist sehr einfach: ein Tisch, Sessel, Truhen, Betten und 
einige Schränke. Längs der Wand und um den Ofen laufen breite Bänke, die im Winter 
oft auch als Lagerstätte dienen. Zwischen den beiden Fenstern steht der Tisch und über 
Serbischer Landwirth aus Südungarn.
	        
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