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Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Böhmen, 1. Abtheilung

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Thalbecken  vonSablat  trennt  dieKubanigruppe  von  dem  Prach  atitz-Krnmauer  Gebirge.
Dieses  erscheint  vom  Norden  gesehen  als  eine  wellige  Bergkette,  welche  an  ihren  beiden
Enden  am  höchsten  anschwillt,  nämlich  in  dem  spitzpyramidalen,  mit  dem  Rudolphsthnrm
gekrönten  Lilnn  (1091  Meter)  bei  Prachatitz  und  in  dem  den  Josephsthurm  tragenden
Ächöninger  (1084  Meter),  der  höchsten  Kuppe  des  breiten,  flachgewölbten  Planskerwaldes
  un  Norden  von  Krumau.  Der  bei  weitem  größte  Theil  dieses  nordwärts  sich  stark
verzweigenden  Gebirges  besteht  aus  Grauulit  (Weißstem),  welcher  hier  und  namentlich
m  den  malerischen  Felspartien  der  Leitersteine  des  Planskerwaldes  zu  Tage  tritt.  Nur
der  Libin  und  der  diesem  parallele,  durch  das  Belcbachthal  von  ihm  geschiedene  langgestreckte, ­
  das  Sablater  Becken  gegen  Ost  begrenzende  Schwarzberg  sind  noch  aus  Gneis
zusammengesetzt.  Zwischen  beiden  Waldgebirgen  liegt  am  genannten  Bach  in  einem  höchst
anmuthigen,  fruchtbaren  Thalbecken  von  Obstgärten  umringt  die  alterthümliche,  einst  hochberühmte ­
  Stadt  Prachatitz  mit  ihrer  hochragenden  Dechanteikirche  und  eine  Viertelstunde
südlich  von  ihr  am  untersten  Hange  des  Libin  der  neuerdings  vielbesuchte  Curort  des
St.  Margarethenbades  mit  eleganten  Villen.  Beide  gehören  zu  den  beliebtesten
Sommerfrischen  des  Böhmerwaldes.  Gegen  Südost  schließt  sich  an  den  hier  niedrig
erscheinenden  Libin  die  hochgelegene,  theilweise  sumpfige  und  waldreiche  Granulitmulde
von  Chrrstranberg  (888  Meter)  an,  an  deren  Südrand  die  Gneisberge  des  Großen
Pieschen  (1069  Meter)  und  des  kegelförmigen  Großen  Chumberges  (1188  Meter)
bei  Andreasberg  emporragen.  Der  umfangreiche  Planskerwald  erhebt  sich  zwischen  den
beiden  parallelen  Längeuthälern  des  Kalschinger  und  Berlauer  Bachs  und  stürzt  ostwärts
zwischen  Goldenkron  und  Maidstein  in  steilen  Felshängen  zum  Moldauthal  ab.  Das
anmuthige  volkreiche  Berlauer-Kremser  Thal  trennt  den  Planskerwald  von  einer  ihm
parallelen  Gebirgskette,  welche  bereits  zu  den  Vorbergen  des  Böhmerwaldes  gehört,  aber
ebenfalls  aus  Grauulit  besteht  und  im  Buglataberg  noch  bis  829  Meter  emporragt.
Zwischen  den  beiden  Hauptzügen  des  unteren  Waldes  breiten  sich  weite,  theils
ebene,  theils  bergige,  von  Bachthälern  durchfurchte  Plateaus  aus  und  erheben  sich  untergeordnete ­
  vielkuppige,  meist  dichtbewaldete  Gebirgsmassen.  Das  Innere  des  unteren  Waldes
gleicht  deshalb,  von  oben  her  gesehen,  etwa  vom  Hohenstein,  Libin  oder  Großen  Chnmberg,
einem  erstarrten  wogenden  Meere.  Sein  nordwestliches  Stück  umfaßt  die  Uferlandschaften
der  oberen  Warmen  und  der  Grasigen  Moldau.  Die  von  der  oberen  Warmen  Moldau  und
deren  nördlichen  Zuflüssen  bewässerten  Thalbecken  von  Ferchenhaid  und  Neugebäu  sind
nordwärts  durch  einen  von  Nordwest  nach  Südost  streichenden  Gebirgszug  begrenzt,  welcher
die  Bergreichensteiner  Gruppe  mit  dem  Kubanigebirge  verbindet  und  sich  im  Stachauerberg
  bis  1085,  im  Steindlberg  bis  1057  Meter  erhebt.  Nördlich  von  ihm  breitet
sich  die  von  fruchtbaren  Thalmulden  durchfurchte,  reich  bevölkerte,  mit  dem  Hügelland
            
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