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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Böhmen, 1. Abtheilung

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Wühlmäuse, nordische Zeisel und Pfeifhasen, in dem Gebüsch trieben sich Drosseln und 
andere Sänger herum, auf dem Wasser schwammen Gänse und Enten — alle diese Thiere 
verfolgt von einem kleinen Hund, vom gemeinen Fuchs, von einem kleinen Steppen 
fuchs, vom Iltis, vom Wiesel, von Adlern, Falken und Raben. Sicherlich unternahmen 
Räuber der Schneeregion auch Ausflüge in die vorgelegene Landschaft und umgekehrt, 
um Beute zu holen und diese in den geschützten Spalten und Höhlen des Kalkfelsens von 
Zuslawitz zu verzehren. Vom Fräße der vierfüßigen Räuber blieben die Knochen am 
Boden der Höhle zurück und von den Felswänden fiel das Gewölle der Eulen mit den 
unverdauten Resten kleiner Beutethiere herab. Auf diese Weise wuchs das am Grunde 
der Höhle im Laufe langer Zeiten angesammelte Knochenmateriale an. 
Ein anderes ebenso farbenreiches Bild bieten die Reste der zweiten, höher gelegenen 
Spalte mit den Knochen der jüngeren diluvialen Weide- und Waldfauna. Der ewige 
Schnee ist von den Höhen verschwunden, mit ihm auch die arktischen Thiere, denen bald die 
subarktischen Steppenthiere nordostwürts folgten. In der vorgelegenen Landschaft gewann 
zunächst die Gras- und Strauchvegetation die Oberhand, es entstanden kleinere Wald 
bestände. Diese Veränderungen waren der früheren Thierwelt weniger zusagend, dafür 
um so geeigneter für die Ausbreitung großer Pflanzenfresser der Weidefauna, die auch 
alsbald bis in das Wolynkathal vordrangen; mit ihnen erschien auch der Mensch. Woher 
dieser kam, das wissen wir nicht. Nachdem sich später die Waldbestände zu dichten, vor 
herrschend aus Laubholz bestehenden Wäldern geschlossen, verließen auch die großen 
Dickhäuter die Gegend und eine echte Waldfauna bevölkerte die Waldungen. Als Vertreter 
der Weidefanna erscheinen hier besonders: das Mammnth, das Rhinoceros, große 
Rinder, Riesenhirsche und ein großes Pferd; als Vertreter der diluvialen Waldfauna 
kamen der Bison, der Hirsch, das Elen, das Schwein, das Eichhörnchen, der Siebenschläfer, 
der Gartenschläfer, die Waldspitzmaus und andere Waldthiere; mit ihnen erschienen auch 
ihre Verfolger, darunter mehrere Katzenarten mit dem Löwen an der spitze, Landbäien, 
wilde Hunde und Marder. Die Reste dieser Thiere sind hier nur teilweise durch die 
Räuber zusammengeschleppt worden, großenteils schleppte sie der Mensch herbei, denn 
die meisten Knochen sind von seiner Hand zerschlagen. Der Mensch jagte hier auch 
das Renthier. 
Die mit Nashornresten Vorgefundenen Schädelfragmente des Menschen stammen von 
einem normal gebauten kleinen Schädel mit schwach gewölbten Scheitelbeinen und sehr 
kräftigem Gebiß; es ist ein Langschüdel, der sich dem Mittelschädel nähert. Dieser wilde 
Mensch besaß zngeschlagene Fenerfteinwerkzeuge und bearbeitete auch den Ouarzit und 
guarzreichen Calcit zu axt-, lanzen-, Pfriemen- und messerühnlichen Artefacten; zu ähnlichen 
Werkzeugen und besonders zu Pfeil-, lanzen- und dolchförmigen Waffen benützte er
	        
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