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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Böhmen, 1. Abtheilung

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Himmelsgegenden eigens errichteten, mit Laubwerk geschmückten Altären, der Priester 
schreitet unter einem von vier angesehenen Bürgern getragenen Baldachin, während 
Pöllerschüsse und Glockengeläute die Feierlichkeit des Festes erhöhen. Die Zweige von den 
Altären werden unter das Dach und hinter Bilder gesteckt, die Kränzchen von der Procession 
werden an die Wand gehängt und während eines Gewitters verbrannt. 
Sommergewitter und Hagelwolken pflegt man durch Beschwören, durch 
Glockengeläute oder Wetterhornblasen zu vertreiben; auch zündet man, wie bereits 
erwähnt, während des Gewitters Lichtmeßkerzen an und verbrennt geweihte Osterpalmen 
und Frohnleichnamskränze. Wenn ein Gewitter im Anzug ist, so legt man em Laib 
Brot auf den Tisch, damit man, wenn es einschlagen und anzünden sollte, nicht die 
Geistesgegenwart verliere. Wenn ein Gewitter herannaht oder wenn in einem Gebäude 
Feuer ausbricht, so stellt man den Backtrog vor die Thür mit der Öffnung weg vom 
Gebäude; nach welcher Richtung die Öffnung zeigt, dorthin verzieht sich das Gewitter 
oder dorthin wendet sich der Wind. 
Die Feier der Sonnenwende wird noch überall mit Johannisfeuern (olnrö svalo- 
^nsice) begangen. Am Vorabend des Johannisfestes (24. Juni) bietet sich dem Zuschauer 
ein bezaubernder Anblick dar. Auf den Anhöhen und Bergen flackern plötzlich Feuer auf und 
Erntefest (vbiinlcx).
	        
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