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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Böhmen, 1. Abtheilung

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dafür müssen diese am Dreikönigstag bei dem „Starktrinken" (damit die Leibeskraft der 
Burschen gedeihe) die Zeche zahlen. 
Das „Neujahransingen", einst allgemein im Gebrauch, ist in neuerer Zeit immer 
mehr außer Übung gekommen, da es die alte Naivetät einbüßte und von berechnenden 
erwerbsbegierigen Leuten ebenso wie nun das städtische Neujahrwünschen zur Ausbeutung 
der Gutherzigkeit und Freigebigkeit allzusehr mißbraucht wurde. Ähnliches gilt auch von 
Dreistöckiges Bauernhaus in Neuschloß bei Leipa. 
dem „Dreikönigssingen", das sonst am Dreikvnigstag besonders in den Mittelstädten im 
Schwünge war. Dieser ist der letzte Festtag im Weihnachtsfestkreis und seine Vornacht 
die letzte der sogenannten „Unter-" und Loosnüchte. Als Schluß und Ende der geheimniß- 
reichen zaubervollenZeit wurde sie von altersher besonders dazu benützt, nochmals Leib und 
Leben, Haus und Habe kräftig zu segnen und gegen die Macht der Geister für längere 
Dauer zu schirmen. Stuben und Ställe, Hof und Hag werden mit geweihtem Wasser 
besprengt, die Kammerthüren mit Weihkreide bezeichnet, um die Geister davor zu bannen, 
insbesondere auch die Bettstellen mit dem magischen fünfzackigen Stern, dem sogenannten
	        
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