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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Böhmen, 2. Abtheilung

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dieser auf seiner Burg Oldrts, und Bretislav I. erbaute zum Dank für den über 
Heinrich III. im Jahre 1040 errungenen Sieg gleichfalls eine Votivkirche, als welche die 
St. Wenzelskirche bei Brvdek im Böhmerwald gilt. — Endlich werden neben Burg 
und Votivkirchen seit der 
ältesten Zeit auch Land 
kirchen genannt. In einer 
Schenkungsurkunde des 
Brevnover Klosters aus 
dem Jahre 993 werden 
die Kirchen „na Vrarwm" 
und in Chcebuz, sodann 
Liboe, wo die Mönche 
frühzeitig einedenHeiligcn 
Fabian und Sebastian 
geweihte Kirche erbauten, 
Porte! und Rybnik bei 
Prag angeführt, wo eben 
falls uralte Kirchen be 
standen. Der aus Rom 
zurückkehrende heilige 
Bischof Adalbert erbaute 
nächst Pilsen eine Kirche, 
welche er Kostelec be 
nannte und den zwölf 
aus Rom mitgebrachten 
Benediktinermönchen zur 
zeitweiligen Benützung 
anwies. Der Geschichts 
schreiber Cosmas hat in 
dem „Privilegium der 
Hradschtner St. Georgskirche" ausgezeichnet gefunden, daß Herzog Boleslav II. (967 bis 
999) 20 Kirchen errichtet und mit allem Nothwendigen ausgestattet habe. Desgleichen hat 
der Burggraf Mstts in der Biliner Vorbnrg eine dem heiligen Petrus gewidmete 
Kirche aufgeführt, welche in Gegenwart des Herzogs Vratislav II. Bischof Severns im 
Die Rotunde in der Postgasse zu Prag. 
Jahre 1061 conseerirte, wie auch Bischof Jarvmtr die durch ihn auf seinem Landgnte 
Zereineves erbaute Kirche im Jahre 1070 weihte.
	        
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