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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Böhmen, 2. Abtheilung

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bedurften und erfuhren infolge dessen eine immer größere Vervollkommnung, bis schließlich 
der regere Verkehr dem Eindringen westeuropäischer Befestigungskunst bedeutenden Vorschub 
leistete. Könige, Clerus und Adel bauten nun jene kühnen und festen Burgen, die noch 
heute unsere Bewunderung erregen. Diese felsenfesten, den Stürmen der Zeit trotzenden 
Bauten waren sonst Festung und Wohnung zugleich, ersteres mehr, letzteres weniger, da 
persönliche Sicherheit mehr galt als Bequemlichkeit. Mit der Zeit wurden diese Bauten, 
St. Clemens bei Beneschau. 
deren Besitzer mitunter dem ganzen Lande trotzten, auch weitläufiger und durch Zubauten 
wohnlicher, immerhin aber war das Wohnen in denselben theils wegen der hohen Lage, 
theils wegen ihrer Abgeschlossenheit unbequem und im Vergleich mit der Bequemlichkeit 
der städtischen Wohnungen beschwerlich. Als sodann der Gebrauch des Schießpulvers die 
militärischen Verhältnisse gründlich umänderte und die Omnipotenz des Staates, der nun 
allein und selbst für die Sicherheit seiner Angehörigen zu sorgen hatte, sich entwickelte, 
da verließ der Adel seine bisherigen hochgelegenen Sitze und vertauschte sie mit neuen, 
in der Ebene gebauten und geräumigen Schlössern. Dieser Prveeß dauerte jedoch 
hundert Jahre, ehe er zu seiner Vollendung gelaugte. Mit den trotzigen Wohnungen
	        
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