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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Böhmen, 2. Abtheilung

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-dslich-n W-ust-i, gestnud.n, „ach P„g, floß hj„ mehoere seiner berühmten Serke 
d-uck-n ,md stur am 4, Ja« l5gl -ls «-p-stm-tfl-r der (nicht m.hr besteheudeu, Kirche 
St. Johann an der Furth. ^ 
Das musikalisch, Leben der Hafkr-is- wirkte „ffeubar auch auf d-u Dtl-ttautiSmuS 
et Prager -nr-geud. Selbst ,», Herrenstande gab es Mlinuer, die ihr- sechsstimmig-,, 
^»tette» zu eompouireu »erstände», wie der IS2I Hingerichtete Christoph Haraut »du 
P° ,,tz und B-zdrnzitz, nud ISIS g-grü„d-,,z .«»iiaginm muoievm- war Wahl der 
- -B-r-,„ Bah»,.», der di- Mnsik um ihrer selbst willen pflegte nnd nicht etwa 
religiöse Zwecke d-b-, »erfolgt., BemerkenSwerth in jener stürmischen Zeit sdi-, wie es 
Ich-Mt dmn Colleginui ein frühes Ende bereite,., nnd charakteristisch snr di- begeist-rt- 
chusckü-b- der L!,tglt-d-r ,st gewiß der Ilmstaud, daß sich nute- ihnen «»gehörige nicht 
,,,,, b-id-r Rntionalitnten, sondern offeubar auch verschiedener Religionsbekenntnisse 
b- -»den, da ,-d-s politisch, nnd theologische Gespräch sch,„ jm porhiuet» durch di- 
Statuten ausgeschlossen war. ^ 
Bon der profanen Mnsi, des XV, und XVI, Jahrhunderts hat sich nicht oie, mehr 
erhalten alz oo» ,-»er der oorhergegange»-,, Epoche, nnr über di- weltlichen Volksweisen 
»,a„ efler „nterncht-t, da sich in den Eauziouale» -ine ziemliche Anzahl derselben 
- offenbar die beliebtesten und b-,-n».-st-„ - erhalten hat, nämlich solche, „ach welchen 
?, , w ,e,er gesungen wurde», «a§ di- Jnstrnmentalmnsil anbelangt, so hatte» wie 
überall auch ,„ Böhn,e„ namentlich di- Trompeter und Posanner in Städten und ans 
Herrensitzen den oerschiedensten festliche, Gelegenheit.» äußere» Glanz zu »erleihe» Jm 
Übrigen war, trotz der großen Zahl nud Mannigfaltigkeit der üblichen Tonwerkz.nge, in 
tus,,„mentale Kunst UN XV,, Jahrhundert kaum erst im Entstehen begriffen, «elche 
-lulmerll-mkeit ihr aber g-sch-nlt wurde, zeigt z, B, der Umstand, daß das Jno.utar der 
4,-ittingau-r Sap-llm-ister der Herren oon Rosenherg im Jahr- IMS nahezu zweihundert 
der o-r,chi-d-n,te„ Mnsiliustrnm-ut- aufweiSt und daß dieselbe» Magnaten ihr- Trompeter 
Von den kaiserlichen Hofmusikern unterrichten ließen. 
X^U-Jahrhundertr also gerade zu der Zeit, wo die Hofkapelle unter italienischen 
Smflnß kam und die neue Musik, namentlich die um 1600 aufgekommene Oper und das 
Oratormm dem Norden Zufuhren half, änderte sich die Situation ganz und gar. Zunächst 
wur e ie kaiserliche Residenz noch vor Ausbruch des dreißigjährigen Krieges nach Wien 
verlegt, so daß die Hofkapelle nur noch in Ausnahmefällen, etwa bei Krönungs- oder 
Hvchzertsfesten nach Prag kam. Durch die Folgen der Schlacht am Weißen Berge wurde 
,vdann die Contmnität in der gesummten Entwicklung des Landes unterbrochen, die bald 
darauf angeführte neue Ordnung der Dinge war anfänglich einem namhaften Aufschwung 
der Lonkunst in dem damals modernen Sinne wenig günstig.
	        
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