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Altar in der Clam-Gallas-Kapelle in Reichenberg (1006).
es sich darum das zu ersetzen, was
vernichtet worden war, und zwar
wurde zuerst das Allernothwendigste hergestellt, später aber tauchte immer Kostbareres
auf, und ehe noch ein Jahrhundert nach den husitischeu Kriegen vergangen war, hatten sich
der Gewohnheiten und Bedürf
nisse sehen wir ganz deutlich in
den Miniatnrarbeiten dieser Zeit,
namentlich in derBibel, die für den
König Wenzel hergestellt wurde.
Die kirchliche Kunst hat nicht,
soweit wir ans den Denkmälern
der Goldschmiedekunst, die sich
erhalten haben, schließen können,
die frühere Richtung aufgegeben,
nur daß da und dort mehr dem
Realismus gehuldigt wurde, oder
daß man auf den Reichthnm und
die Mannigfaltigkeit des Materials
und der technischen Durchführung
ein größeres Gewicht legte. Eine der
interessantesten Arbeiten dieserZeit
ist der sogenannte Inder plennrius
mit Reliquien der heiligen Mar
garethe in Brevnov, der im Jahre
1406 vom Sacristan Wenzel unter
dem Abt Divis hergestellt wurde;
er trügt in seiner architektonischen
Ausstattung Perlmutterschnitze
reien und ist mit Steinen und
Email geschmückt.
Der weiteren Entwicklung
machten die ausgebrochenen husi-
tischen Kriege Plötzlich ein Ende,
aber auch in diesen Unruhen lag
der Keim zu neuer Thütigkeit.
Sobald sie vorüber waren, handelte