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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Mähren und Schlesien

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des Geschmacks und Reformator der durch die Hanswurstkomödieu arg verrohten Bühne. 
Vorurtheilslosen, klaren Verstand zeigte er auch in seinen rechtswissenschaftlichen Schriften 
und in seiner Thätigkeit als Universitätslehrer, als er im Jahre 1763 die neuerrichtete 
Kanzel der „Polizei- und Cameralwissenschaften" erhielt. Mit Ehren und Auszeichnungen 
überhäuft starb Sonnenfels als Hofrath und Präsident der Akademie der bildenden Künste 
am 25. April 1817. 
Der Geist der Aufklärung, der in den Schriften von Sonnenfels zu Tage tritt, 
beherrscht das ganze Zeitalter. Die Publieistik und das Zeitschriftenwesen beginnen sich 
auch in Mähren mächtig zu regen. 
Josef La ab er, ein gebürtiger 
Wiener, gab als Katechet der 
neuen Brünner Normalschnle 
„Wöchentliche Erinnerungen eines 
Freundes von Brünn" heraus, 
während der Württemberger 
H. Fr. Hopf, in Brünn als 
Beamter derKvffiller'schen Fabrik 
angestellt, die „Poetischen und 
prosaischen Beiträge zum Nutzen 
und Vergnügen" erscheinen ließ. 
1794 erschien in Brünn das „All 
gemeine europäische Journal". 
Viel Beifall fand das „Mährische 
Magazin", welches der Landrath 
Em. von Traubenburg heraus 
gab, aber noch ungleich be 
deutender wurde „Das patriotische 
Tagblatt", welches von 1800 bis 1805 in Brünn erschien und dessen Herausgeber 
Christ. Karl Andrer war, der, ein Deutscher aus dem Reiche, an die Brünner evangelische 
Schule berufen wurde und hier ans schriftstellerischem und pädagogischem Gebiete 
erfolgreich wirkte. 
In der Zeit der napvlconischen Kriege und der darauf folgenden Friedensjahre 
entfaltete besonders Karl Josef Jurende (geboren 1780 in Schlesien, übersiedelte im 
Jahre 1813 nach Brünn) eine rege Thätigkeit. Den meisten Beifall verdiente er sich 
durch die Herausgabe seines Kalenders, der ursprünglich unter dem Intel. „Mährischer 
Wanderer", dann als „Vaterländischer Pilger in dem Kaiserstaate Österreich" mit 
Joses Freiherr von Petrasch.
	        
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