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Großen leicht absetzbare Fichte hat diese zum dominirenden Baume in den Wäldern des
Landes gemacht.
Der künstliche Cultnrbctrieb bildet demnach eine der wichtigsten Aufgaben des
mährischen Forstwirthes, und zwar in weitaus größter Anwendung als Pflanzbetrieb,
der wieder die Erziehung des Cnltnrmateriales in ausgedehnten, musterhaft gepflegteil
Baumschulen zur Folge hat. An 100 Millionen Pflanzen stehen in diesen Anstalten ständig
in Vorrath, wovon circa 50 Procent das laufende Bedürfnis; ausmachen. Die Gesammt-
anzncht der Pflanzen kann charakterisirt werden: 6 Procent Laubhölzer, 69 Procent
Fichte, 18 Procent Kiefer und 7 Procent Lärche.
Die Laubhölzer gelangen als jüngere Pflanzen vornehmlich in den Angebicten der
Flüsse und in den Nieder- und Mittelwäldern des Hügellandes zur Anwendung, dagegen
die ältere Pflanze (Heister) als Mischholz in den Nadelwäldern. Der bevorzugte Liebling
des mährischen Forstwirthes: die Fichte, beherrscht, mit Ausnahme der vorerwähnten
Gebiete, das ganze Land; ihre Cnltnr wird in den höheren Lagen mit drei- und vierjährigen
Pflanzen, in den tieferen Lagen und den Karpathen mit zweijährigen besorgt. Die Kiefer
wird in ihrem eigentlichen Gebiete, dem Süden des Landes, als einjährige Pflanze, im
Norden (Könitz) als zweijährige zur Cnltnr gebracht. Die Lärche dient im ganzen Lande
als Mischholz, gewöhnlich als sogenannter Lückenbüßer.
Zur Durchführung der künstlichen Forstcultur in dem vorbezeichneten Umfange
ist eine Arbeitskraft von etwa 250.000 Tagwerken erforderlich, deren Aufbringung
hierzulande bei der dichten Bevölkerung keinen Schwierigkeiten unterliegt, weil die
Arbeit sehr häufig mit einer Gegenleistung des Waldes, mit der Gestattung der Gras-,
Streu- oder Klaubholznutzung, die für die ärmere Bevölkerung sehr häufig geradezu
unentbehrlich sind, verbunden ist. Ohne die letztere wäre die Beschaffung dieser Arbeitskraft
selbst um ganz angemessene Baarzahlung, in den weitaus meisten Fällen gar nicht möglich.
Und wie sich die Bevölkerung schon freut, wenn zeitlich im Frühjahr durch Trommelschlag
in den Gemeinden oder durch das von Haus zu Haus erfolgende „Einsagen" der Beginn der
Cnlturzeit knndgemacht wird! Frohen Muthes zieht die Schaar, meist Frauen und Mädchen,
voran der Förster (Adjunct oder Heger), ausgestattet mit Hauen und Töpfen, heitere
Lieder singend, in den Wald, um neue Wälder zu schaffen für künftige Geschlechter!
Die natürliche Verjüngung hat ihr von der Natur angewiesenes Gebiet, die
Hochlagen der Sudeten und zum Theile der Karpathen, ungestört behauptet. Ihr Ver
breitungsgebiet ist in letzterer Zeit in recht erfreulicher Zunahme begriffen, sie zieht in
ihrem Siegesgange von Nord nach Süd. Ein Umstand setzt ihr aber oft unüberwindliche
Schwierigkeiten, und das ist die Poesie des Waldes, der vom Wilde belebte Wald, ^.ic
Tanne und die Buche, um die es sich hier bei der Nachzucht handelt, sie sind auch die
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