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der Wände ist verhältnißmäßig gering. Dagegen übertrifft das steil ansteigende Dach die
Mauerhöhe bisweilen fast um das Doppelte. Die Giebel sind ausnahmslos mit Brettern
verschlagen, in denen Lichtluken von einfacher Gestalt eingeschnitten sind.
Der Bauernhof bildet gewöhnlich ein geschlossenes längliches Viereck. Die Größe der
Höfe und Wohnhäuser richtet sich nach dem Umfang des dazu gehörigen Grundbesitzes.
Die Anlage der alten schlesischen Bauernhöfe ist, obwohl sie im Einzelnen von einander
Wirthschastsgebäude aus Böhmischdorf bei Freiwaldau (fränkischer Bau).
abweichen, der Hauptsache nach fast immer die gleiche. Die Mitte der Straßenfront nimmt
das große, zweiflüglige Hofthor ein, dem zur Seite eine kleine einflüglige Pforte für
Fußgänger sich befindet. Über dem Eingangsthor gegen die Straße hin ist in einer Nische
gewöhnlich das Bild der heiligen Maria oder des heiligen Florian angebracht.
Links vom Thore steht das eigentliche Wohnhaus, in unmittelbarer Verbindung mit
demselben der Pferde- und Kuhstall, welche mit dem Wohngebäude sozusagen ein Gebäude
bilden. Über dem Kuhstall liegt der Heuboden, in den man vom Hofe aus auf einer