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k. und k. Hoheit des durchlauchtigsten Erzherzogs Albrecht, eines erlauchten Förderers von
Bodencultur und Industrie, meisterhaft entwickelt und zu glänzender Bedeutung gebracht
wurde. Der Grundbesitz der Kammer Teschen, welcher 28 Procent der Fläche Ost
schlesiens beträgt, umfaßt über 11 Quadratmeilen, wovon 2 2 Qnadratmeilen der
Landwirthschaft, 8'9 Quadratmeilen der Forstwirthschaft zufallen, und liegt, nicht
vollständig arrondirt, im südlichen und östlichen Theile Ostschlesiens. Die Wälder der
Kammer decken zumeist den Gebirgsstock; im Hügellande und Flachlande bis an die
preußische Grenze liegen die einzelnen Meierhvfe. Die Zahl der Arbeitskräfte, welche auf
der Kammer Teschen in Verwendung stehen, beträgt in der Land- und Forstwirthschaft,
bei den Montanwerken und verschiedenen Fabriken je nach der Jahreszeit 15.000 bis
20.000. Während in früherer Zeit die Hälfte der Ökonomie-Districte verpachtet war,
wird jetzt die ganze Landwirthschaft durch 16 Verwaltungen in Regie betrieben.
Charakteristisch für die landwirthschaftlichen Verhältnisse der Kammer Teschen sind
die nachfolgenden Verhältnisse.
Durch die Drainage wurde der Beetban fast ganz verdrängt; insbesondere jene
Drainagen, welche in neuerer Zeit dnrchgeführt wurden, machen es möglich, das Feld
ganz eben zu bestellen. Die Ergebnisse der drainirten Felder waren anfangs nicht
vollständig befriedigend und es trat eine Periode des Stillstandes in der Entwicklung
der Drainage ein; erst im letzten Decennium wurde eine Änderung in der Methode der
Drainage-Ausführung unternommen, welche wichtige und gute Folgen hatte. Die alte
Schule hatte gelehrt, das Feld mit parallelen Saugdrains zu durchziehen, welche
insgesammt in einen Sammeldrain mündeten. Dieser sollte durch die tiefsten Lagen des
Feldes gehen und sich mit dem kleinsten Gefälle begnügen; die Sangdrains dagegen
sollten womöglich in das größte Gefälle gelegt werden; sie zogen also beispielsweise auf
einem Felde, welches einen flachen Rücken bot, über die Lehne herab in die Mulde,
während der Sammeldrain durch die Mulde ging. Das Regenwasser wurde von den
Saugdrains ausgenommen, dem Sammeldrain zugeführt und von diesem in die Vorflut,
einen größeren offenen Graben oder einen Wasserlauf, geleitet. Man fand nun häufig die
Sammeldrains durch Erde verstopft und das Terrain oberhalb derselben durch Rück-
staunng sehr feucht, fast zur Versumpfung neigend. Dies führte zu der Erkenntniß, daß
es zweckmäßiger sein dürfte, das Gefälle des zu drainirenden Feldes zwischen Saug-
und Sammeldrains zu vertheilen, um dadurch den plötzlichen Gefällsbrnch zu vermeiden,
welcher durch Sedimentirung die Verschlämmung der Sammeldrains zur Folge hatte.
Durch die neue Anordnung wird aber auch der Vorthcil erreicht, daß das oberflächlich
abfließende Wasser rascher vom Felde entfernt wird, weil es bald den Saugdrain kreuzt
und in dem frisch verschütteten Graben versinkt. Die früher 10 und 12 Meter von