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Jagd schutzverein für WestschlesieuinTroppau(gegründet1891). BeideVereiue streben
mit lobenswerthem Eifer die Besserung der jagdlichen Verhältnisse nach allen Richtungen an.
kynologischer Beziehung wurde bisher in Schlesien nichts Nennenswerthes
geleistet, doch findet in neuerer Zeit durch den Einfluß der Österreichischen Hundezucht-Vereine
(namentlich derjenigen von Mähren und Niederösterreich) allmälig ein edleres
Material an Jagdhunden in Jägerkreisen Eingang.
Da» Wilderer-Unwesen hat im Allgemeinen entschieden abgenommen, wenigstens
soweit es das Wildern mit der Büchse betrifft. Dennoch kommen fast in jedem Jahre
ernste Zusammenstöße zwischen Jägern und Wilderern vor, bei denen leider manch
wackerer, diensteifriger Jagdschutzmann kühnen Wildschützen zum Opfer fällt. Die beiden
heimischen Schntzvereine, sowie viele humane Jagdherren haben in der Fürsorge für
solche im Dienst verunglückte Jäger oder deren Hinterbliebene oft genug zu schaffen.
Jagdliche Fachblätter bestehen zur Zeit in Schlesien nicht, doch werden die waidmännischen
Interessen des Kronlandes durch das „Jllustrirte Österreichische Jagdblatt"
(vormals „Mährisch-schlesisches Jagdblatt") aufs beste vertreten. Erhalte St. Hubertus
dem schönen Schlesierlande Wald und Wild und edle Waidmannsfreude!
Die Fischerei. Da die Teichwirthschaft Schlesiens unter dem Capitel „Landwirtschaft"
behandelt wird, sei dieselbe hier übergangen und lediglich die Flußfischerei
in Betracht gezogen. Seit langen Jahren schon steht Schlesien in Bezug auf die Fischerei
auf einer hohen Stufe, ganz besonders aber das östliche Schlesien. Unter den Flüssen und
Bächen Schlesiens, welche für die Flußfischerei Bedeutung haben, sind zu nennen: die
Oppa, Mohra und Biela mit ihren Nebenwässern (im westlichen) und die Oder,
Ostravica, Olsa und Weichsel (im östlichen Landestheile).
Die Oppa ist m ihrem Quellengebiete ein ausgezeichnetes Forellenwasser; andere
Edelfische fehlen ihr. Bei halbwegs rationell betriebener Flußfischerei müßten alle Quellbache
der Oppa unbedingt zu den besten, reichsten Forellenwässern der Monarchie zählen;
leider aber wird hier fast in allen Bachgerinnen von Berufenen und Unberufenen zwar
e.fng gefischt, doch für Bevölkerung der geplünderten Flnßläufe so viel wie gar nichts
gethan. Dazu kommt noch der mißliche Umstand, daß die Oppa schon nach kurzem Laufe
in den Dienst zahlreicher, znm Theil sehr fischereischädlicher Industrien tritt, so daß die
Kammer für die Forellenbesetzung der Oppa nur auf die Quellbäche beschränkt ist. Daß
infolge dieser Umstände eine rationelle Bevölkerung dieser Quellbäche durch Brutfische,
dw Anlage gut geleiteter Brutanstalten, kurz eine zielbewnßte Fischzucht in jenen Gebieten
das einzige Mittel ist, um das Aussterbeu der Forelle im herrlichen Oppagebiete zu verhüteii,
scheint leider von den maßgebenden Factoren noch nicht erkannt worden zu sein.
Die Fischerei in der Oppa unterhalb Jügerndorf ist infolge der schädlichen Abfallwässer