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Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Mähren und Schlesien

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sondern  auch  in  sehr  großen  Mengen  zur  Ausfuhr  gelangen.  Ist  doch  „das  schlesische
Linnen"  seit  Jahrhunderten  allerorten  vortheilhaft  bekannt  und  gesucht,  und  noch  heute
gibt  es  schlesische  Unternehmer,  die  als  Weltfirmen  auf  diesem  Gebiete  gelten  und  sich
als  solche  eines  ausgezeichneten  Rufes  erfreuen.
Die  Leinenindustrie  wird  blos  im  westlichen  Theile  von  Schlesien,  und  zwar  in
Freiwaldan,  Freudenthal,  Würbenthal,  Vermisch,  Engelsberg  und  in  der  Umgebung
dieser  Städte  betrieben;  der  Hauptantheil  der  Erzeugung  entfällt  auf  Freiwaldau.
Vielfach  wird  dieselbe  noch  als  Hausindustrie  ausgeübt  von  Leuten,  die  vom
Fabrikanten  oder  Factor  das  Garn  abholen  und  nach  Ablauf  von  8  oder  14  Tagen  die

BieUtz.

fertiggestellte  Waare  abliefern.  Die  Erzeugung  erstreckt  sich  heute  ans  alle  Gattungen
glatter  Leinwand  und  Stuhlleinen,  von  den  einfachsten  bis  zu  den  feinsten  Hemdenleinen,
Halbleinen,  ferner  auf  Tischtücher  der  verschiedensten  Qualitäten,  auf  sämmtliche  Gattungen
von  Tischzengwaaren,Zwillich,  Jaquard  und  Damast,  dann  auf  Handtücher  aller  Gattungen
und  verschiedene  Luxustischzeng-Gewebe.  Infolge  des  Rückganges  im  Consum  glatter
Leinwand  hat  die  Erzeugung  von  Tischzengwaaren  in  Schlesien  an  Bedeutung  gewonnen,
so  daß  gegenwärtig  ungefähr  drei  Viertel  des  Wertes  der  ganzen  Production  auf  Tischzeug ­
  entfallen  und  nur  ein  Viertel  sich  auf  glatte  Leinenwaaren  und  auf  Taschentücher
vertheilt.
            
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