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MAK

Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Mähren und Schlesien

Als  Lößfunde  bezeichnen  wir  einzelne  oder  depötartig  angehäufte  thierische
Skelettheile  mit  spärlichen  rohen  Steinwerkzeugen  und  Artefacten  und  von  tief  im
Löß  eingebetteten  Brandspuren  begleitet,  welche  als  Lagerplätze  des  Menschen  in  der
Diluvialzeit  betrachtet  werden  müssen.  Solche  deutliche  Spuren  der  Anwesenheit  des
Menschen  in  der  Diluvialepoche  Mährens  sind  zuerst  in  einer  Ziegelei  unterhalb  des
Schlosses  in  Joslovitz  beobachtet  worden,  woselbst  6  Meter  tief  im  Löß  eine  schwache

Lößfunde  von  Brünn  (links  ein  aus  einem  Mamniut-Stoßzahn  geschnitztes  „Idol").

Holzkohlenschichte  mit  vielen  vom  Menschen  anfgeschlagenen  Knochen  diluvialer  Thiere
nebst  rohen  Steinwerkzeugen  entdeckt  wurde.
Ungleich  reichhaltiger  erwies  sich  die  Lößstation  bei  Predmost  nächst  Prerau,  unweit
des  Zusammenflusses  der  Beeva  mit  der  March,  denn  hier  finden  sich  die  zum  Theil
bearbeiteten  und  angebrannten  Skelettheile  von  16  verschiedenen  Diluvialthierarten,
worunter  besonders  junge  Mammute  hervorzuheben  sind.  Die  Vermengung  dieser
Knochenreste  mit  vielen  rohen  Steinwerkzeugen  und  Artefacten  aus  Knochen  und  Elfenbein, ­
  ja  selbst  mit  einem  starken  menschlichen  Unterkiefer  läßt  an  der  Anwesenheit  des
Menschen  daselbst  in  der  Mammut-  und  Renthierperiode  der  Diluvialzeit  nicht  zweifeln.
            
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