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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Tirol und Vorarlberg

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machte sich durch engen Anschluß an das dem Erlöschen nahe Hans der Andechser zum 
Erden ihres ganzen Besitzes in Tirol. Im Verein mit Herzog Otto II. von Meran, 
seinem Schwiegersohn, delämpste er den Bischos Egno von Brisen, und sie zwangen ihn, 
deide gemeinsam mit den Stistslehen zu delehnen, die srüher seder einzeln gehadt hatte 
(1241). Die Bischöfe von Trient und Chur hatten Albert III. schon früher ihre Lehen für 
die weiblichen wie für die männlichen Nachkommen übertragen und jener belehnte ihn noch 
überdies mit allen Besitzungen des 1248 gestorbenen Grasen Ulrich von litten. Lw vereinte 
der letzte Graf von Tirol nach Herzog Otto's II. Tod (1248) die andechsischen und 
cppanischen Besitzungen mit seinen eigenen und vererbte sie bei seinem Ableben (1253) 
auf seine beiden Töchter, Adelheid und Elisabeth. Durch die Theilung seines Erbes 
unter seine beiden Schwiegersöhne, die Grafen Meinhard I. von Görz-Tirol und Gebhard 
von Hirschberg, war zwar die Macht der 
Herren vom Schlosse Tirol ernstlich gefähr 
det, jedoch des elfteren Sohn, Meinhard 
II. (1258 bis 1295) verstand es, durch 
eine ebenso umsichtige als gewaltthätige 
Politik eine solche Gefahr zu beseitigen; er 
würbe sowohl durch Zurückgewinnung der 
an seinen Oheim gefallenen Schlösser, 
Gerichtsbezirke und Güter, als auch durch 
zahlreiche neue Erwerbungen der eigent 
liche Begründer der Grafschaft Tirol. 
Alle mächtigeren Herren weltlichen Stan 
des im Lande, wie die Grafen von Flavon 
und Hörtenberg, die Freiherren von Wanga 
und Täufers, mußten ihren Besitz entweder von ihm zu Lehen nehmen oder an ihn ver 
kaufen, wenn sie ihn nicht mit Gewalt verlieren wollten. Die Bischöfe von Trient, Brixen 
und Chur aber sahen sich genöthigt, ganze Gerichtsbezirke mit den darin befindlichen 
Schlössern und Gütern an Meinhard als Lehen oder Eigenthnm zu überlassen. Durch seine 
Gemalin Elisabeth, Witwe König Konrads IV., brachte er die staufischen Besitzungen in 
Tirol an sein Haus, wie die Herrschaften Imst und St. Petersberg in Oberinnthal, Güter 
in Passeier und andere. Nur mit Mühe vermochte Bischof Bruno von Brixen einen Rest 
der Gaue Pustcrthal und Norithal, einige Gerichtsbezirke im Eisack- und Pusterthal zu 
behaupten, die gleichzeitigen Bischöfe von Trient hingegen, nämlich Egno, der letzte 
Graf von Eppan, und Heinrich II. mußten, von ihrem Vogte noch mehr als von dem 
einheimischen Adel und den Ghibellinen Italiens bedrängt, zeitweise ihr ganzes Stift jenem 
Siegel der Margaretha Maultasch (1363).
	        
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