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dem Reichen von Habsburg; die genannten Vogteien wendete er des Kaisers Sohn,
Herzog Friedrich von Schwaben zu, andere Güter in Vorarlberg tauschte der Kaiser von
Rudolfs Tochtermann Albrecht von Habsburg ein. Aber das Herrscherhaus der
Staufer erwarb in diesem Lande noch mehr. Auch Herzog Welfs einziger gleichnamiger
Sohn kam bei demselben Anlaß 1167 um, und auch hier vermachte der Vater noch bei
Lebenszeiten sein Erbe dem Kaiser, so daß gegenüber den Staufern in Vorarlberg die
Bedeutung des Pfalzgrafen von Tübingen und seines ihm hier folgenden zweiten Sohnes
Hugo lange Zeit im Hintergrund blieb. Denn abgesehen von dem Gewicht, welches die
Kaiserwürde und die eines Herzogs von Schwaben gab, übten nun die Staufer die Schirm-
W°«pen dcr Grafen von Montsort-Feldkirch, der Edlen von Ems und Reiterstegel des Hugo Graf Werdenberg vom Jahre ISS«.
gemalt über das Bisthnm Cur, die Kloster St. Gallen, Kreuzlingen, Pfävers, St. Lucius
und Curwalden ans, welche alle mehr oder minder reich im heutigen Vorarlberg begütert
waren; sie besaßen außerdem noch das Patronat der Pfarre zu Bregenz, sowie Schloß
Neuburg und Zugehör nebst anderweitigen Gebieten zu beiden weiten des Rheins ober
halb des Bodensees. Die Edlen von Neuburg und Ems waren ihre Dienstmannen;
auf der Burg der letzteren setzte Kaiser Friedrichs Nachfolger Heinrich VI. den entthronten
König Wilhelm von Sicilien und Heinrichs Nachfolger Philipp von Schwaben den
besiegten Erzbischof Bruno von Köln gefangen. Nichts ist bezeichnender für die unter
geordnete Stellung des Pfalzgrafen Hugo gegenüber Welfen und Staufern, als daß er
mitten im Lande und in den Besitzungen seiner Gemalin längere Zeit lsindurch al-o-
Gefangener saß. Er war nämlich von 1164 bis 1166 in eine grimmige Fehde mit den