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steht der große viereckige Eßtisch, entweder von Ahornholz oder silberfarbig angestrichen
und mit rothen und blauen Blumen bemalt. Über ihm in der Ecke hängt das Crucifix mit
ein paar Heiligenbildern. Die ausgestreckte Hand des Gekreuzigten trägt die zwei größten
Maiskolben des vergangenen Jahres, und zwar einen weißen und einen rothen als Dank
für den Erntesegen. Die schönsten Kornähren hat der Hausvater hinter das Kreuz gesteckt,
auch geweihte Palmzweige haben dort ihren Platz. Vor diesem einfachen Hausaltar
schwebt meist ein kleines Öllämpchen, das alle Samstage zu Ehren der Muttergottes
und „zum Trost der armen Seelen" angezündet wird. In der anderen Stubenecke neben
UnterinnthalcrHaus: sogenanntes Schweizer-Haus,
der Thür macht sich der große Ofen breit. Derselbe ist gewöhnlich gemauert und mit einer
Reihe von Vertiefungen aus grün glasirten Kacheln versehen, in welchen zur Winterszeit
Äpfel gebraten werden. Den ganzen Ofen umgibt ein hölzernes Gerüste, G'stang oder
G'schall genannt, welches zum Trocknen der Wüsche und nassen Kleider benützt wird. Die
Ecksäulen dieses Gestänges reichen hoch über den Ofen hinaus und tragen über letzterem
ein Dach mit einem Polsterbrett, der „Dörre" oder Ofenbrücke, das ist eine Art Lotterbett,
auf dem Bauer oder Knecht im Winter fanllenzen und sich fast buchstäblich rösten lassen. Ein
zweites Ruhebett bildet die breite Ofenbank, die ebenfalls zum Ausrnhen und Schlafen
dient und zu dem Zweck auch oft ein schiefes Brett oder einen Polster für den Kopf des
Ruhenden hat. Der Raum zwischen Ofen und Stubenwand heißt die „Hölle" oder das