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Schluß des Hochzeitsfestcs noch sehr laut her. So gehen im Unterinnthal die „Werktagbnrschen",
das sind jene, die nicht eingeladen wurden, um acht Uhr Abends „nachzaggeln ;
ähnlich ist es in Tefereggen.
Betreffen mm Festlichkeiten, wie Hochzeit, Tauffeierlichkeit und ähnliche, mehr die
Familie, so ist anderseits der Verlauf des bäuerlichen Lebens von einer Reihe kirchlicher
und weltlicher Feste und Belustigungen durchwebt, an denen sich die ganze Dorfbewohnerschaft,
in erster Linie natürlich die junge, betheiligt.
Besehen wir zuerst die kirchlichen.
Hier ist vor Allem der Palmenweihe zu gedenken, welche am Palmsonntag, also
am Beginn der ernsten Charwoche stattfindct. Daraus freut sich vorzüglich die männliche
Jugend, denn was den Mädchen das Kranzanfsetzen am Frohnleichnamstag, das ist den
Buben das Palmtragen. Der „Palm" ist eine riesige, schwanke, buntbemalte Stange
welche am oberen Ende mit Bnxzweigen umwunden ist. Am abwärts gebogenen Wipsel
bilden Weidenruthen nebst den Zweigen des Sevenbaums und der Stechpalme einen
Büschel. Vom Grün bekommt man indeß wenig zu sehen, denn Goldflitter und bunte
Seidenbänder bedecken es vom Gipfel bis zur Mitte; auch kleine Breheln, eigens für
diesen Zweck gebacken, baumeln zwischen dem flatternden schmuck. Vom kleinsten Knirps
in den ersten Höslein angefangen, der vom „Göth" geführt in die Kirche trippelt, bis
zum hochaufgeschossenen Burschen trägt jeder stolz seinen Palm zur Weihe. Das ist ein