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MAK

Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Tirol und Vorarlberg

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kallarin  Kellnerin,  rächt  recht,  wack  Weg,  sänsn  Sense.  Neuhochdeutsch  ei  bleibt  oder  lautet
äa,  oa,  a,  ie,  ua,  ui,  oi,  öe.  Z.  B.  häade  Haide,  bäade  bade  böede  beide,  mäan  meinen,
fläasch  Fleisch,  noa  nein,  wäß  weiß,  mansche  meinst  du,  a  ein,  sied  seit,  sieder  seiidem,
nua  nein,  uam  einem,  pfuat  Pfaid  --  Hemd,  drui  droi  drei,  roich  Reich,  woid  weit,  zoid  Zeit.
Neuhochdeutsch  eu  lautet  wie  ai,  a,  ui,  oi.  Z.  B.  fraide,  kraiz,  hä  Heu,  huir  hoir
Heuer,  suir  foir  Feuer,  ui  euch,  froid,  loid.  Neuhochdeutsch  o  bleibt  oder  lautet  wie  u,  ea,
oa,  oi,  ne,  ü,  ou,  öa,  öe,  ua,  üa,  a,  e,  i,  ö.  Z.  B.  sün  Sohn,  sunne  Sonne,  zeara  Zorn,
woarscht  Wort,  doarn  Dorn,  toill  toll  —  tüchtig,  woill  wohl,  luen  Lohn,  schuen  schon
oder  schonen,  sünntach  Sonntag,  säst  sonst,  kourn,  hourn,  valourn,  zöarchn  Zorn,  köarn
Korn,  flöech  Floh,  nuad  noth,  vuar  vor,  tuad  Tod,  früa  froh,  mäntig  Montag,  kemm
kommen,  kimmbt  kommt,  noch  noch,  löösn  flüstern,  horchen.  Neuhochdeutsch  ö  lautet  wie  ü,
ea,  e,  a.  Z.  B.  süne  Söhne,  gheart  gehört,  greaßer  größer,  treastn  trösten,  gherst  gehört,
macht  möcht,  kannt  könnte.  Neuhochdeutsch  u  lautet  wie  ue,  ua,  ü,  ia,  üa,  oa,  o,  ui.  Z.  B.
schuech  schuach  Schuh,  pflueg  Pflug,  guat  gut,  wündarlarch  wunderlich,  riaft  ruft,  thian
thun,  früatach  frutig  frisch,  wohl  aussehend,  rüafn  rufen,  toad  thut,  thoan  thun,  nor
nur,  luider  Luder.  Neuhochdeutsch  ü  lautet  wie  u,  oi,  ui,  ie,  üa.  Z.  B.  lügt  loigt  trugt
lügt,  gmiet  gemüßt,  füast  führst.  Neuhochdeutsch  i  bleibt  oder  lautet  wie  ie,  ia,  ea,  a,  e,  ei,
ui.  Z.  B.  liecht  liacht  Licht,  ier  iar  ihr,  eam  ihm,  wead  wearschd  wird,  fiirscha  fürse  für
sich  ^  vorwärts,  freundlach,  geist  zeit  gibst,  gibt,  sui  sich,  riuit  nicht.  Neuhochdeutsch  ie
bleibt  oder  lautet  wie  oi,  ui,  a,  ea,  ü.  Z.  B.  zoihiu  zuihin  ziehen,  floihin  fluihin  fliehen,
fliege  floige,  foi  sui  sie,  tuif  tief,  doib  Dieb,  deanail,  deandlarch  Dierndelu,  deanst  Dienst,
neamatz  niemand,  vüll  viel.
Daran  mögen  noch  einige  Bemerkungen  geknüpft  werden.  Mannigfach  find  die
Formen  bei  der  Deklination  der  Pronomina  und  bei  der  Flexion  des  Verbums,  besonders
der  Hilfszeitwörter.  Z.  B.  soi  sie,  soiin  ihnen,  öis  döis  ihr,  enk  euch,  enker  euer,  ihme
ihmeme  ihm.  Für  sind  heißt  es  send,  sent,  fand,  san,  heut,  hend,  für  gehabt  spricht  man
gihütt,  gihäpp,  gihöbm,  ghütt,  ghött,  daher  scherzweise  diejenigen,  die  ghött  sprechen,
die  ghötter  genannt  werden,  die  ghätt  sagen,  die  ghätter.  Für  gewesen  hat  die  baierischösterreichische
  und  die  schwäbische  Mundart  giwöisn,  gwesn,  giwesn,  gwen,  gwea,  giwöidn,
gwöidn,  während  alle  Alamannen  gsi,  gsei  sagen.  Für  geworden  hört  man  worschtn,
wvuru,  woarn,  wöarn,  wuan  und  ähnlich.  Jesus  als  Ausruf  lautet:  jöiggis,  jöggas,
jöi,  jöie,  jöivis,  joiggilis,  jousis,  jouschas,  jousisle,  in  der  Grußform:  „Gelobt  sei  Jesus
Christus"  glop  sas  Christas  oder  zöis  Christus  ist  davon  nur  mehr  s  vorhanden.  Auch
an  komischen  Neubildungen  fehlt  es  nicht.  Z.  B.  Das  Fragewort  wie  wird  als  Verbum
behandelt,  in  die  zweite  Person  Plural  gesetzt  und  dieser  Form  s  ---  öis  ihr,  beigefügt:
wiatS?  --  was  macht  ihr?  Häufig  sind  starke  Formen  im  Jmperfect  eoujunctiv  von
            
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