Bildende Kunst irr Tirol und Vorarlberg.
Das Landhaus in Innsbruck.
Architektur, einschließlich der Burgen und Schlösser, in Tirol.
en Werdeproceß der baukünstlerischen Schöpfungen in Tirol bestimmten
Einflüsse mannigfacher Art. Die Lage des Landes zwischen den
mächtigen Culturstaaten Deutschland und Italien und der stete Wechsel
verkehr dieser Länder lassen es begreiflich erscheinen, daß von altersher
vornehmlich deutsche und wälsche Kunstweise für die Entwicklung der
Landesarchitektur maßgebend wurden.
In noch viel höherem Grade erkennen wir jedoch die Einwirkungen der klimatischen
Verhältnisse und der Bodenbeschaffenheit auf den Stilcharakter der tirolischen Bauten,
denn, wie in der Natur, so stehen sich auch in der Architektur dieses Landes Norden und
Süden in charakteristischen Merkmalen gegenüber. Die Unterschiede zwischen nördlicher
und südlicher Bauweise treten besonders im Wohn- und Nutzbau scharf hervor, wo, von
der Kunstweise anderer Lünöer fast unbeeinflußt, die Entstehung der Bauformen vollends
abhängig wurde von den Lebensbedürfnissen der Bevölkerung im Verein mit dem
herrschenden Klima und dem vorhandenen Baumateriale. Selbst für die monumentalen
Bauten, welche in Südtirol ausschließlich italienischen Charakter aufweiscn, wäre der
Tirol und Vorarlberg.
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