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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Tirol und Vorarlberg

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die Schleiereule, die Zwergohreule, der Waldkautz, der einst namentlich in Südtirol zum 
Vogelfang verwendete Steinkautz „Civetta", der Rauhfnßkautz und das Zwergkäutzchen. 
Den verschiedenen Wildartcn und Bodenverhältnissen entsprechend wird auch die 
Jagd in der mannigfaltigsten Weise ausgeübt. Während die einen Jagdherren zu ihren 
Treibjagden auf Rothwild und Gemsen sich der Tuchlappen bedienen, wenden andere 
Jagdbesitzer freie Treiben an oder ziehen es vor, das Wild auf der Pürsche zu schießen 
oder sich dasselbe von dem pürschcnden Genossen auf bekanntem Wechsel zutreiben zu 
lassen. Rehe, Hasen und Füchse werden meistens vor den laut jagenden Bracken geschossen, 
welche in leichter Form und in verschiedenen Färbungen überall zu finden sind. Dachs 
hunde werden jagdlich selten verwendet, da sie bei hohen Schneelagen unbrauchbar sind. 
Auerhühne und Birkhähne werden auf der Balze geschossen, das übrige Federwild wird 
namentlich in der Nähe der Städte eifrig mit Vorstehhunden besagt oder nur gelegent 
lich mit der Flinte erlegt. 
Die zahlreichen Fisch Wässer, deren Tirol und Vorarlberg sich erfreuen, gehören 
drei Stromgebieten, dem Rhein-, demDonau- und dem Etschgebiete an.Von den im ganzen 
Gebiete beobachteten 46 Fischarten sind 16 allen drei Stromgebieten gemeinsam, nämlich: 
der Flußbarsch, der Koppen, der Karpfen, die Schleihe, der Greßling, die Rothfeder, der 
Aitel, der Stromer, die Pfrille, das Blaufelchen, die Äsche, der Saibling, die Forelle, die 
Lachsforelle, der Hecht, die Schmerle und der Steinpitzger. Dem Rheingebiete, nämlich dem 
Bodensee sind eigen: der Kilch und die Bodenrenke. Im Donaugebiete erscheint der 
Huchen (8aimo lnreiro), der Näsling (Oironärostoing. Hessin), eine Bastardform zwischen 
(llronckro8toirm r>nsu8 und IsieZkos inntiaeikis und der Laugen. Dem Rhein- und dem 
Donaugebiete sind gemeinschaftlich: die Rutte, die Flnßbarbe, die Brachsen (^.brainis 
bramn), die Laube (^.idurnns Ineiäns), das Rothange (4,60618608 roti1o8), der Hasel, die 
Nase. Dem Gebiete der Etsch, des Sarca mit dem Gardasee und der Brenta sind eigen- 
thümlich: der Schleimfisch (Lloooirm vulgaris), die Seebarbe (Larko8 plobchus), der 
Weißfisch (^.iborrow niborella), der kleine Aland „Bruffolo" (4606i3603 ooia), der 
große Aland „Pigo" (46oci8608 xiA03), der schwarze Altel „Cavedana" (8^00603 
csplmlrw vor. 6nv6änoo8), der kleine Strömer „Vairone" (16168168 mulioellrw, vns. 
8ovi»o^i), der kleine Näsling „Lasea" (6iioockro8tooio derwi) und der mittlere Näsling 
„Savetta" (0iioockro8looia 8ö6tto), dem Gardasee: der Carpione (Dario oarpio). Dem 
Rhein- und dem Etschgebiete sind nur zwei Arten gemeinsam, nämlich der Stichling und 
der Aal. Dem Donau- und dem Etschgebiete angehörig ist außerdem noch das Neunauge. 
Einige der den nördlichen und den südlichen Stromgebieten eigenen Arten zeigen mannig 
fache Abweichungen in der Körperform, Färbung und Zeichnung. So gewahrt man zum 
Beispiel an den Forellen südlich vom Brenner eine den hebräischen Buchstaben ähnliche
	        
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