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sogar der Ruhm der österreichischen Tanzmusik zurückführen. Es glänzten nämlich die
österreichischen Minnesänger — ein Nithardt, Burkhart von Hohenfels, Tannhäuser und
andere — vor Allen in „Tanzliedern", welche ihren Hauptreiz in den glücklich erfundenen
Melodien hatten. Der Dichter sang dieselben beim Tanze vor; ein Amt, das selbst
Leopold VII. und Friedrich II. nicht verschmähten. Seither hat Österreich, insbesondere
durch die Musikliebe seiner Fürsten, an allen großen Entwicklungen der Tonkunst
Joses Haydns Geburtshaus in Rohrau (Niederösterreich).
theilgenommen. Als die Niederländer, die eigentlichen Begründer unserer heutigen
Kunstmusik, das musikalische Scepter in Europa führten, wirkten die besten niederländischen
Musiker am österreichischen Hofe. Welche Meister waren nicht um den Einen Kaiser
Maximilian I. versammelt! Zuerst als Hofkapellmeister Josquin Deprez, der gefeiertste
niederländische Componist, dann Heinrich Isaak, wohl der erste namhafte Tonsetzer der
Deutschen, von dem das Lied „Innsbruck, ich muß dich lassen!" herrührt. Nach diesem
wieder Isaaks Schüler Ludwig Senfl, der Freund und Mitarbeiter Luthers am neuen
Kirchengesang, endlich Paul Hofhaimer, der größte Organist seiner Zeit, von Kaiser
Maximilian I. in den Adelstand erhoben, ein geborner Steiermärker. Die Sterne am