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Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild, 1. Abtheilung: Wien

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der  Komik  —  und  schließlich  die  Colombine  heiratete.  Abwechslung  in  diese  Welt  des
Spaßes  brachte  der  Schauspieler  Weißkern,  der  die  Figur  des  Odoardo,  des  grämlichen
Alten,  erfand.  Die  Erfindung  eines  anderen  komischen  Charakters  brachte  dem  Hanswurst
die  bedrohlichste  Concurrenz.  Der  Wanderschauspieler  Josef  Felix  Kurz  kam  nach  Wien
und  gefiel  in  der  Rolle  des  Bernardon,  eines  ungezogenen,  lüderlichen,  tölpischen
Buben;  er  hielt  diesen  Namen  und  diesen  Charakter  in  einer  stehenden  Figur  fest  und
erzielte  mit  ihr  verblüffende  Erfolge.  Wien  konnte  sich  an  diesem  Burschen  nicht  sattlachen.

Das  alte  Burgtheater  am  Michaelerplatz  in  Wien.

Kurz  war  ein  kluger  Kops,  der  das  Pnblieum  verfiand;  obgleich  ei  dem  HaiiÄwmst
Prehauser  an  echter  Komik  nicht  gewachsen  war,  überflügelte  er  ihn  dennoch,  indem  er  eine
noch  größere  Beweglichkeit  entwickelte,  den  Wortwitz  pflegte  und  seine  Späße  schärfer
würzte.  Es  war  der  Pfeffer  nach  dem  Salze.  Prehauser  war  vorsichtig  genug,  um  sich  im
Lauf  der  Dinge  mit  Kurz  zu  gemeinsamer  Arbeit  zu  verbinden.  Es  hat  sich  ein  literarisches
Denkmal  ihres  gemeinschaftlichen  schauspielerischen  Wirkens  erhalten:  „Bernardon,  die
getreue  Prinzessin  Pumphia  und  der  Hanswurst,  der  tyrannische  Tatar  Kulikan.
Bernardon-Knrz  gab  die  Prinzessin  Pumphia,  Hanswurst-Prehauser  den  Kulikan,
Befehlshaber  der  Tatarei.  Kulikan  und  König  Cyrus  von  Persien,  die  miteinander  un
            
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