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die Herbergen und Kaufläden der Zünfte, die wichtigsten Marktplätze und das Judcnviertel.
bis dasselbe nach Ausweisung der Juden im XV. Jahrhundert der Gemeinde zufiel. In
den übrigen Theilen der Stadt verdichteten sich die Wohnsitze der Bürger und Handwerker
erst dann, als nach der heftigen Pest des Jahres 1349 und der großen Feuersbrunst des
Jahres 1361 Herzog Rudolf IV. die Niederlassung der Fremden wesentlich erleichtert hatte.
Fremde Kaufleute, wie die Kölner und Regensburger, hatten sich im Westen der Stadt
Waarenhäuser erbaut. Auch die vor den Mauern gelegenen Ansiedlungen waren zu stattlichen
Wie» um da-Z Jahr 1485, von der Rotheuthnrmseite.
Vorstädten herangewachsen, welche sich in ihrer Ausbreitung immer mehr den zwischen
den Wiesen, Gärten und Rebenhügeln gelegenen Landgütern und Dörfern näherten.
Seit der Mitte des XV. Jahrhunderts waren die Ringmauern verstärkt und mit
gedeckten Wallgüngen versehen, die Stadtgräben vertieft und die Vorstädte durch Zäune,
Gräben und Bollwerke in Vertheidignngsstand gesetzt. Nach Albrecht von Bvnstettcns
Schilderung vom Jahre 1491 konnte es keine schöneren Bürgerhäuser geben. Sie waren
hoch und stark gebaut und reich verziert, von innen und außen bemalt, die weiten Säle
mit Glasfenstern und köstlichem Hansgeräth geschmückt: „Wo du in ein Haus gehst,
meinst du in eines Fürsten Haus zu sein." Die Weinkeller lagen so tief und waren so
ausgedehnt, daß man sagte: Wien sei nicht minder ans als unter der Erde erbaut. Die
Straßen deckte hartes Gestein, welches durch die Rüder der Wagen nicht gebrochen