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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild, 1. Abtheilung: Wien

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Reliefbildwerke in den Kirchen Wiens und anderer Orte, vornehmlich an der Votivknche. 
An ihn reiht der aus Bauers Schule hervorgegangene Franz Erler sich an, ein nicht 
minder geschickter und stilgerechter Vertreter dieser in den Traditionen des Mittelalters 
fortschaffenden Sculptur. — Auch Melnitzky und sein Schüler Hertl, sowie die beiden aus 
Tirol gebürtigen Bildhauer E. Pendl und H. Natter verdienen als Urheber größerer 
decorativer und monumentaler Werke hier einen Platz. 
Vorzügliche Kräfte besitzt das moderne Wien endlich auf dem Gebiete der plastischen 
Kleinkunst. Den ausgezeichneten Medailleuren des vorigen Jahrhunderts, Matth. Donner 
an der Spitze, reihte in der ersten Hälfte des XIX- Jahrhunderts der auch als feinstnmger 
Pilz: Eine Quadriga vom Reichsrathsgebäude in Wien. 
Kenner und Sammler bekannte I. D. Böhm sich an, mit seinen Schülern und Nachfolgern 
Karl Radnitzky, Tautenhayn, Scharff, Leisek und Anderen, welche theils an der Akademie 
der bildenden Künste, theils am kaiserlich-königlichen Hauptmünzamte diese Kunst vertreten. 
Während Scharff besonders als trefflicher Charakteristik^ und Porträtist sich hervorthat, 
ruht die Stärke Tautenhayns auf der idealen Seite; er bewährte sein Talent nicht nur m 
prächtigen Werken der Goldschmiedekunst (Schild mit Centanrenkampf und Schüssel mit 
den vier Elementen, beide im Besitze Seiner Majestät des Kaisers), sondern erhob sich 
auch zu stattlichen Schöpfungen monumentaler Decoration elastischen Stils (Giebel am 
Mittelbau der neuen Universität). Eine ähnliche Vielseitigkeit, jedoch mehr im Geiste der 
romantischen Schule, zeigen die poesievollen Leistungen Otto Königs, des verdienstvollen 
Lehrers der Bildhauerei an der Kunstgewerbeschule des österreichischen Museums (Marmor 
gruppe das „Liebesgeheimuiß", Brouzestatue der trauerudeu Victoria für Pola, zahlreiche
	        
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