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werden versprach, wurde der Schauplatz dieses Gewerbebetriebes vvn Wien nach den
Provinzen verlegt. Andere Techniken, wie gußeiserne Möbel, zerlegbare Einrichtungsstücke
u. s. w. blieben bei beschränkter Anwendung, wenngleich auch erstere in sich
vervollkommnender Praxis. Die sonstigen Anforderungen an die Ausstattung der
Wohnungen und Herstellung des Hansrathes führten unter dem Einfluß der durch die
Bauthätigkeit beherrschten Kunstbewegung zum Blütezustand einer Reihe von Kunstgewerben,
welcher entweder schon mehrere Decennien hindurch in technischer Beziehung
Das Innere einer alten Hammerschmiede.
vorbereitet worden war oder sich rasch jene Hilfsmittel aneignete, die nicht mehr entbehrt
werden konnten.
Die Bronze-Industrie, theils auf der Benützung der härteren Bronze, theils auf
jener des weicheren Messings beruhend, hatte schon vor einem halben Jahrhundert eine
werthvolle Grundlage erhalten. Seit den Dreißiger-Jahren etablirte sich in Wien eine
förmliche Pflanzschule tüchtiger Arbeiter, Former und Ciseleure für alle Arten von Kunstguß.
Neue Methoden der Vollendungsarbeiten traten hinzu, und man begann die Erzeugung
von Lustern, Candelabern, Uhren in vergoldeter Bronze und Rothguß in ziemlich großem
Stile. Heute hat die Wiener Bronze sowohl in der Erzeugung von größeren Gegenständen
der Häuserausstattung, des Kirchenschmuckes, als auch was kleinere Artikel anbelangt, einen
verdienten Ruf.