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mesozoische Kalkzone übergehen. Die Tatra, deren Länge circa 70, deren größte Breite 26
Kilometer beträgt, ist nun eben nichts anderes, als solch ein Centralkern der Karpathen.
Der südliche, znm größten Theil in Ungarn gelegene Rand dieses Centralkernes besteht aus
einem guarzreichen Granit, der die Neigung hat, wilde, zerrissene Bergformen zu bilden. In
nördlicher Richtung sehen wir auf den Graniten eine paläozoische Schieferzone folgen, die
endlich in mesozoische und zuletzt bei Zakopane in eocäne Kalke übergeht.
Um eine unmittelbare Übersicht des ganzen Gebirges zu gewinnen, wühlen wir zu
unserer ersten Excursion den ohne besondere Mühe zu erreichenden Gipfel des Czerwonp
Wierch (2128 Meter). Den schäumenden, wasserreichen Bystrybach hinaufgehend,
Mündung des Sanflusses in die Weichsel.
gelangen wir bald in das schöne Thal der Kuznice (Eisenhammer), so genannt nach
den ehemaligen Eisenwerken, die einst das in der Nähe gewonnene Erz verarbeiteten, jetzt
aber der Cellulosefabrik weichen mußten. Bei jedein Schritt und writt sehen wir deutliche
Spuren der einstigen Vergletscherung. Zahlreiche Moränen, größtentheils aus Granit
blöcken zusammengesetzt, die von den entfernten Spitzen hierher geschoben wurden, bedecken
sowohl den Boden als auch die Gehänge des Thales.
An der Residenz des Gutsbesitzers von Zakopane und an einem stattlichen, sehr gut
eingerichteten Wirthshaus vorüber steigen wir langsam den schattigen Pfad hinauf. Zu
unserer Linken erheben sich die abschüssigen, zerklüfteten Felsen des Nosal, zur Rechten
grünt der waldige Abhang der Krokiew und der schänmende Bystrybach bringt Leben in
das ernste Hochgebirgsthal hinein. Nach der Passirung des Waldes gelangen wir aus eine