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Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Galizien

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Ungarn  und  Polen  fürchterlich  heimsuchten,  als  auch  Boleslaw  dem  Gift  seiner  Unterthanen
kinderlos  erlag,  den  7.  April  1340.
Der  nächste  Erbe  wäre  nun  Lubart  von  Lithauen,  der  Genial  der  Busza  gewesen.
Allein  noch  vor  dem  Tode  Boleslaws  hatten  die  Könige  von  Ungarn  und  Polen,  Karl
Robert  und  Kazimir,  die  Zukunft  Rothrntheniens  entschieden.  Im  Jahre  1339  war
nämlich  zu  Visegrad  zwischen  ihnen  ein  Vertrag  zu  Stande  gekommen,  wonach  in  dein
Falte,  daß  Kaziinir  ohne  Söhne  ans  dem  Leben  schiede,  der  Sohn  und  Kronerbe  Karls,

Siegel.des  Herzogs  Bolesiaw  Georg  von  Ruthenien  (1S3S),  Rückseite.

Kazimirs  Schwestersohn  Ludwig,  außer  Ungarn  auch  Polen  erben  und  auf  diese  Weise
beide  Reiche  zu  ewiger  Union  vereinigen  sollte.  Wenn  nicht  alle  Anzeichen  trügen,  so  hatte
man  damals  auch  das  Schicksal  Rothrutheniens  besprochen  und  beschlossen,  dasselbe
nach  dem  kinderlosen  Ableben  Boleslaws  dem  künftigen  Doppelreiche  Ungarn-Polen  einzuverleiben,
  damit  es  nicht  den  Heiden,  den  Lithauern  oder  Tataren,  zufalle.  Es  ist  sehr
wahrscheinlich,  daß  man  schon  damals  über  die  Grundsätze  des  Vertrages  übereingekommen
war,  den  wir  aus  der  Fassung  kennen,  die  mau  ihm  später  (1350)  gab.  Wenn  es  sich  um
Rechtsansprüche  der  beiden  Kronen  handelte,  so  konnte  Ungarn  nähere  Anrechte  als  Polen
            
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