MAK

Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Galizien

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Jir's Horn stößt Bolz, 
Als hackt' er Holz. 
Heissa hei, heissa hei! 
Mark, an der Linken hält ein Ferkel, 
Mit der Rechten dreht er 's Werkel. 
Heissa hei, heissa hei! 
Der Michel trinkt, 
Der Fedko springt, 
Der Eine schlägt die Pauk' in Ruh 
Und der Klimek weint dazu. 
Heissa hei, heissa hei! 
Simon, Lorenz als ein Paar 
Blasen ans der Sackpfeif' gar. 
Heissa hei, heissa hei! 
Aus der Hütt' mit Sack und Pack, 
Holt sich Wojtck den Dudelsack 
Und mein Lukas ans der Flucht 
Schnell noch seine Trommel sucht. 
Heissa hei, heissa hei! 
Andres, Jacek, beide munter, 
Fideln sich die Schnurbärt' runter. 
Heissa hei, heissa hei! 
Josef lobet, rufet heiter: 
Immer weiter, immer weiter! 
Geigt und fidelt immer bunter, 
Frisch mir ein' Mazur herunter. 
Heissa hei, heissa hei! 
Orgel dreht mit flinker Hand 
Gregor, Antek lauscht gespannt. 
Heissa hei, heissa hei! 
Und der Kaspar mit dem Jacek, 
Sowie Sobek, Stach und Wacek, 
Alle steh'n auf einem Flecke, 
Binden Saiten an die Egge. 
Heissa hei, heissa hei! 
Christian Lerchlein auch, so jung, 
Macht vor Freude einen Sprung. 
Heissa hei, heissa hei! 
Eine andere Kolenda erzählt uns, wie 
kleinen Jesus in den Schlaf singt: 
„Lulu, Du Jesus, Perlchen mein, ! 
Du Allerliebstes, schlafe nur ein, 
Ludwig's Stimme hat 'neu Schall 
Wie von einer Nachtigall, 
Andres Stimme klingt nicht still, 
Wie vom Ochsen das Gebrüll. 
Heissa hei, heissa hei! 
Immer mehr und and're kommen, 
Dominik hat 's Horn genommen. 
' Heissa hei, heissa hei! 
Hat's in Mund gar nehmen müssen, 
D'ranf die Zähne zugebissen, 
Als er hört die frohe Weise, 
Wie sie singen laut und leise. 
Heissa hei, heissa hei! 
Gar die Skrupulanten sprangen, 
Als die Harfentön' zu ihnen drangen. 
Heissa hei, heissa hei! 
Und auf's G'radwohl aus dem Töpfchen, 
Trinken Wein so Tropf als Tröpfchen, 
Trinken, springen, 
Lachen, singen: 
Heissa hei, heissa hei! 
Kamen alle her wie toll, 
Und stäubten auch die Hütte voll. 
Heissa hei, heissa hei! 
Und ist nimmer auch ein Zweifel, 
Daß die lieben armen Teufel 
Niemals rochen eine Prise, 
Dennoch gab es ein Geniese. 
Heissa hei, heissa hei! 
Jeder nicht dem Herrn kann dienen, 
Josef treibt sie jetzt von hinnen: 
Heissa hei, heissa hei! 
Schlafen, schlafen geht nur alle, 
Geht hinaus mir aus dem Stalle, 
Es ist genug und hohe Zeit 
Und vorbei die Lustbarkeit. 
Heissa hei, heissa hei!" 
dieses Völkchen vor seinem Fortgehen den 
Lulu, mein Kindchen, mein Jesulein, 
Mütterchen Du, mach' daß es nicht wein'."
	        
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