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XVIl. Jahrhunderts; als Baumeister fungirtc der in Lemberg angesiedelte Italiener Paolo
Romano und nach seinem Tode der Schweizer Ambrosius mit dem polnischen Beinamen
ex arls (der
Gnnstvolle). Die Bernhar
dinerkirche ist ein überaus
stattlicher Fa^adenbau aus
Polanyer Quadersteinen, die
Fa^ade wohl durchgebildet
und geschmackvoll mit figu-
ralen und ornametalen
Sculpturen geschmückt. König
Sigismund III-, ein Kunst
kenner und selbst Dilettant,
hat als den Hauptmangel
dieses sonst wirkungsvollen
Baues den verhältnißmüßig
zu niedrig berechneten unteren
Aufbau ganz treffend be
zeichnet. Die Rückseite der
Kirche bildet eine der origi
nellsten Ansichten in Lemberg;
die steilspitze, mit warm
koloristisch wirkenden blauen
Ziegeln gedeckte Absiden-
kapelle, der an der Rückfront
in schlankem Wulst den Giebel
Heilende, leider unbekränzte
Ausluge - Erker, die hohe,
mit Schießscharten versehene
Ringmauer, jetzt friedlich mit
rankendem Epheu bedeckt —
Alles dies, lebhaft an die einst
fortificatorische Bestimmung des Baues erinnernd, hat einen wirklich originellen, malerischen
Reiz. Dieser Hinterfa^ade entlang und an den alten Mauern vorbei, den einstigen Stadt
wall, der jetzt eine dammartige, schattige Promenade bildet, durchschreitend, gelangen wir
in einen der interessantesten Winkel Alt-Lembergs. Links die Mündung der ruthenischen
Stadtcoirsul Georg Borm.