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Full text : Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Galizien

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Tendenzromane,  wie  z.  B.  „Zachar  Berknt"  (der  fingirte  Name  eines  alten  Patriotischen
Bauers  aus  der  Fürstenzeit),  wenig  naturgetreu  sind.  Anderwärts  neigt  der  Verfasser
stark  zum  Naturalismus  hin  („Auf  dem  Grunde"  11»  Aui,  „Die  Mission"  Wenn)  und
schildert  Scenen,  welche  mit  den  Begriffen  der  Ästhetik  kaum  vereinbar  sind.  Gleichwohl ­
  zeichnen  sich  seine  Novellen  im  Allgemeinen  durch  reiche  Erfindung,  sowie  geistreiche
Charakteristik  der  handelnden  Personen  aus.  Eine  ähnliche  Richtung  verfolgen  größtentheils
auch  die  Gedichte  Franko's,
welche  er  seit  dem  Jahre
1874theils  in  verschiedenen
ruthenischen  Zeitschriften,
theils  auch  in  besonderen
Ausgaben  veröffentlicht  hat.
Unter  diesen  Gedichten  ist
namentlich  die  größere  politische ­
  Erzählung  „Uani-eia
mapm«  (Herrenscherze)
nennenswert!).  Franko  befaßte ­
  sich  auch  mit  der  Übersetzung ­
  einiger  wichtigerer
literarischer  Produkte  des
Auslandes.  Mustergiltig  ist
namentlich  seine  Übersetzung
des  Faust  von  Goethe
(I.  Theil,  Lemberg  1882).
In  abgekürzten  Umarbeitungen ­
  in  ruthenischer
Sprache  erschienen  auch
die  Erzählungen  vom  Emu  Lh°n°wskij.
Reinecke  Fuchs  (1890)  und
Saavedra's  Don  Quixote  (1891).  Neben  der  Belletristik  beschäftigte  sich  Franko  auch  mit
Untersuchungen  auf  dem  Gebiete  der  Socivlogie,  Geschichte,  Ethnographie,  Literaturgeschichte ­
  und  Kritik.
Als  Antipode  Frankvs  kann  Wladimir  Maslak  (geboren  1858)  gelten,  der  seit
dem  Jahre  1879  in  zahlreichen  lyrischen  Gedichten  eine  heitere  Weltanschauung  durchschimmern ­
  läßt.  Von  den  Jüngeren  versuchten  sich,  besonders  in  lyrischen  Gedichten,
H.  Hrabowyc,  Julie  Schneider,  O.  Makowej,  W.  Scurat  n.  a.
            
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