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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Galizien

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Anhöhen und werden von Befestigungsmauern und Erdwällen umgeben, aber Thürme 
und Basteien treten an das mehrstöckige Wohngebäude heran und sind mit ihm an den 
Ecken verbunden; der innere Hof des Gebäudes ist bedeutend erhöht und auch durch 
äußere Stiegen zugänglich. Er besitzt an drei Seiten eine Reihe von Zimmern, an der 
vierten liegt der Eingang und eine Festungsmauer mit Crenelirungen. Die Communi- 
cation mit den Zimmern vermitteln hölzerne Gänge, die auf Kragsteinen im Schloßhofe 
ruhen. Das Schloß in Dxbno bewahrt Spuren der Ausschmückung im Charakter der späten 
Gothik in den Erkern und in den Rohbauthürmcn, die mit kleinen Vierecken ans dunklen und 
Hellen Ziegeln decorirt sind. Trotz einzelner Stilveränderungen aus späterer Zeit, so des 
Hauptportales aus dem XVII. Jahrhundert, ist doch die Plananlage die alte geblieben. 
Schloß Wisnicz bei Bochnia, XVII. Jahrhundert. 
Das Schloß in Dxbno erbaute Jakob Dxbinski, Kastellan von Krakau aus dem 
Geschlechts Odrowgz, in der zweiten Hälfte des XV. Jahrhunderts aus Stein und Ziegel. 
Das Schloß in Wisnicz bauten die Herren von Kmit als Besitzer der umliegenden 
Gebiete. Die Gothik verräth sich in runden Eckbasteien und in der Anlage eines erhöhten 
inneren Schloßhofes. Doch vernichtete das gothische Detail ein Umbau des Schlosses durch 
Stanislaus Lubomirski im Anfang des XVII. Jahrhunderts. 
In den Anfang des XVI. Jahrhunderts muß man die so wichtigen Reste in Roznöw 
am Dunajec verlegen, den einstigen Besitz des Vaters des Hetman Tarnowski. Es ist das 
eine große Veste, die niemals vollendet wurde, welche aber die Absicht zeigt, sich des 
neuesten Fortificationssystems zu bedienen. Wir finden hier einen Belluard in der Ecke, 
umfangreiche, gewölbte Localitäten niit Öffnungen für die Geschütze, mit denen man nach 
zwei Richtungen schießen konnte. Die Mündungen sind in einer äußeren, festen Hurden- 
gallerie ans Stein angebracht, die sich als gothisch repräsentirt. Der ganze Belluard oder 
die bedeckte Bastei ist aus riesigen Quadern erbaut und mit Renaissance-Wappenschildern,
	        
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