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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Galizien

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Hochebene unö glaubt irgendwo in eine karpathische Gebirgslandschaft versetzt zu sein, 
denn lauter anmnthige, bewaldete Hügel und steile Felsen umgeben uns von allen 
Seiten. Es ist nicht zu verwundern, daß diese reizenden, verborgenen Schluchten auch den 
Urvölkern, die diese Gegend vor Jahrtausenden bewohnten, als Licblingsausenthalt 
dienten. Zahlreiche Schachtgräber, Altäre und Tnmuli sür den Cultus des Sonnengottes 
bestimmt, steinerne und metallene Werkzeuge und Zierathen bilden hier ein ausgiebiges 
Feld für die Urgeschichtsforschung. Auch für den Jagdliebhaber haben diese Wald- und 
gestrüppreichen Canons eine besondere Anziehungskraft; denn Schwarzwild, Rehe, Füchse, 
im Winter auch Hasen, gibt es da in Hülle und Fülle. 
Pekroleumgruben von Schodnica, Karpathen. 
Für den Besucher Galiziens, dessen rauhes Klima in keinem besonders guten Rufe 
steht, ist vor Allem anderen eine Änderung der Verhältnisse in diesem Theile Podoliens 
sehr wohlthuend. Zum ersten Male sehen wir hier kleine Weinculturen, in den wohl 
gepflegten Gürten der Städtebewohner und der Großgrundbesitzer gedeihen edle Pfirsiche, 
Marillen, überhaupt die feinsten Obstsorten. Daß hier auch alle möglichen Gemüsearten 
und die Feldfrüchte ausgezeichnet wachsen, braucht wohl nicht hervorgehoben zu 
werden. 
Eine kleine Stromfahrt thalab gehört auch zum Programm der podolischen Excursion. 
Es stehen uns leider keine Dampfer zur Verfügung, da die Schiffahrt auf dem Dniester 
noch in den Kinderschuhen steckt. So müssen wir denn mit einem Floße vorlicb nehmen, 
wenn wir nicht das kleine Bauernboot vorzieheu, das an die Jndianer-Canoes erinnert 
und aus einem ausgehöhlten Stück Holz besteht.
	        
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