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Full text: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Galizien

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der Strecke Przeworsk-Przemysl (50'0 Kilometer) am 4. November 1860, jener von 
Przemysl nach Lemberg (97 6 Kilometer) am 1. November 1861. 
Ende des Jahres 1861 waren in Galizien mit Einschluß der Linien: Trzebinia- 
Krakau (39 Kilometer), Trzebinia-Szczakowa (16 Kilometer), Szczakvwa - Granica 
(1'7 Kilometer), Szczakowa-Myslowice (12 Kilometer), Bierzanöw-Wieliczka (5'3 Kilo 
meter) lind Pvdlxze-Niepolomice (4'9 Kilometer), zusammen 465 1 Kilometer Eisenbahnen, 
das ist 0'59 Kilometer per 100 Quadratkilometer im ganzen Lande im Betriebe, und 
betrug das hierauf verwendete Baukapital 42,732.500 Gulden österreichischer Wahrung. 
Im Jahre 1861 wurden daselbst 685.540 Zugskilometer der Persvnenzüge und 459.231 
Güterzugskilometer erzielt, und 539.770 Personen, das ist per Kilometer mittlerer 
Betriebslünge 1407 Personen befördert. Die Ausrüstung an Fahrbetriebsmittcln der 
gesammten Bahnen betrug im Jahre 1861:103 Locomotiven, 51 Conductenr- und Gepäcks 
wagen, 171 Personenwagen und 2057 Güter- und sonstige Wagen. 
An: 11. Jänner 1864 wurde mit Zustimmung der galizischen Karl Ludwig-Bahn 
die Concession zum Baue und Betriebe der neuen Bahn der k. k. Privilegirten Lemberg- 
Czernowitz-Eisenbahngesellschaft ertheilt und hiebei, abweichend von der bisher üblichen 
Concessions-Begünstigung: einer Zinsengarantie von 5V-> Proccnt für den wirklichen 
Kostenaufwand, ein Reinerträgniß im Pauschalbeträge von 1,500.000 Gulden in Silber 
gewährleistet. Die ganze 267 Kilometer lange Linie von Lemberg bis Czernowitz wurde 
am 1. September 1866 eröffnet und dem Verkehre übergeben. Hievon liegen aus galizischem 
Boden 238'4 Kilometer; das hierauf verwendete Baukapital betrug im Verhältnisse der 
Länge der auf Galizien entfallenden Linie 21,131.597 Gulden. 
Ein Jahr darauf erhielt die Karl Ludwig-Bahn mit der Concessivns-Urkunde 
vom 15. Mai 1867 die Bewilligung zum Baue und Betriebe einer Eisenbahn von 
Lemberg nach Brvdy mit einer Abzweigung nach Tarnopol und bis an die russische Grenze 
mit der Garantie eines jährlichen Reiuertrügnisses von 50.000 Gulden österreichischer 
Währung in Silber pro Meile. Die Strecke Lemberg-Zloczöw mit der Abzweigung von 
Krasne nach Brody ist am 12. Juli 1869 vollendet und dem Betriebe übergeben worden. 
Die Lange der elfteren betrug 75 9, die der zweiten 42 3, beider zusammen 118'2 Kilo 
meter. Die Strecke von Zloczöw bis Tarnopol (64 Kilometer) ist am 22. December 1870, 
die restliche Strecke von Tarnopol bis Podwvloczyska (51'6 Kilometer) und die doppel- 
geleisige (normal- und breitspurig) Podwvloczyska-Reichsgrenze (1'2 Kilometer) am 
4. November 1871 eröffnet und hiedurch, im Anschlüsse an die russische Südwestbahu, die 
directe Verbindung mit dem Schwarzen Meere hergestellt worden. Nur die ebenfalls 
zweigeleisige Strecke Brodh-Reichsgrenze (7'3 Kilometer) konnte erst nach Ratification 
des mit der kaiserlich russischen Regierung über den Anschluß dieser Strecke an die
	        
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